Christian Petzold wird 60

Wir feiern den deutschen Star-Regisseur mit seinen größten Karrierestationen

christian-petzold-wird-60 © Paul Katzenberger
Als „Sammlung unerlöster Menschen“ (Die Presse) bezeichnete Regisseur Christian Petzold seine große Leidenschaft, das Kino. Von Venedig, San Sebastián bis nach Los Angeles - weltweit feierte der Regisseur bereits Erfolge. Dabei startete der Weg des Leinwandkünstlers ganz bescheiden.

Von der Provinz in die Welt hinaus

Wäre der Jugendfilmclub nicht gewesen, wüsste man nicht, wie der Weg des filmfanatischen Teenagers weitergegangen wäre. Doch „Was-wäre-wenn-Spielchen“ haben in der Biographie des Christian Petzold keinen Platz. Seine Karriereleiter liest sich wie ein gerader Weg an die Spitze.

Mit knapp 20 Jahren zog Petzold aus seiner nordrhein-westfälischen Heimat ins pulsierende Herz der deutschen Filmszene: Berlin. Dort absolvierte er bis Mitte der 90er Jahre ein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

Die Karriere so endgültig ins Rollen brachte damals aber sein Professor und Mentor Harun Farocki. Die ersten Filme Petzolds entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Hochschulprofessor und Regisseur. Doch mit der Zeit begann sich Petzold auch durch eigenständige Produktionen ins Rampenlicht zu setzen.

Steile Karriereleiter

Seit beinahe 20 Jahren sind Christian Petzolds Filme ein Dauergast bei nationalen und internationalen Filmfestivals. Den ersten großen Coup landete Petzold mit „Die innere Sicherheit“ (2000). Den nächsten Karrieremeilenstein legte er acht Jahre später mit „Jerichow“. Der Film brachte ihm eine Einladung nach Venedig und eine Nominierung beim Deutschen Filmpreis ein.

In derselben Tonart ging es dann auch weiter: 2012 der Silberne Bär für sein DDR-Drama „Barbara“; zwei Jahre später der Preis der internationalen Filmkritik bei den Filmfestspielen von San Sebastián. Der Ritterschlag erfolgte dann im Jahr 2018: Mit der Aufnahme in die Oscar-Akademie wurde Petzold endgültig in den cineastischen Adelsstand erhoben, zudem saß er 2020 bei den Filmfestspielen Venedig in der Jury.

Zahlreiche Nominierungen für sein aktuelles Werk

Egal ob am Regiesessel, oder hinterm Drehbuch: Christian Petzold spannt eine Brücke zwischen den unterschiedlichsten Aufgaben am Filmset, und schafft es so, eine ganz eigene Filmsprache an den Tag zu legen. Mit „Undine“, dem ersten Teil einer geplanten Trilogie, startete Petzold bereits erfolgreich in das neue Jahr. Bei der 70. Berlinale im Frühjahr konnte das Drama, das zwischen Realität und Illusion spielt, einen furiosen Start hinlegen. Die Kinopremiere fiel hingegen der Pandemie zum Opfer. Die zahlreichen Nominierungen bleiben aber.

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(A. Greif)

   

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