Concertgebouw und Gatti: „Kapitel beendet“

concertgebouw-und-gatti-„kapitel-beendet“ © Marco Borggreve / Daniele Gatti 2017
Nach Missbrauchsvorwürfen schließt das Concertgebouw Orchestra Amsterdam endgültig die Akte Daniele Gatti.

Ein Kapitel endet

Das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam schließt die Akte Daniele Gatti. Bereits im August 2018 hatte das Konzerthaus die Zusammenarbeit mit Gatti als Chefdirigent beendet, nachdem mehrere Musikerinnen dem Italiener sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen hatten. Der Dirigent hatte sich entschuldigt, gleichzeitig aber betont, dass die Kontakte zu den Frauen auf gegenseitigem Interesse basiert hätten. 

Nun hat das Amsterdamer Orchester offiziell die Differenzen zwischen dem Konzerthaus und Gatti als beigelegt gemeldet. Die Vorwürfe, welche die Frauen gegen Gatti erhoben hatten, wurden jedoch scheinbar nicht weiter verfolgt. In der Pressemeldung nimmt das Royal Concertgebouw Orchestra an keiner Stelle Bezug auf den Sachverhalt der sexuellen Belästigung von Seiten Gatti.
 

„Eine irreversible Entscheidung“

Auf ihrer Homepage veröffentliche das Amsterdamer Orchester die Pressemeldung, dass das Orchester und Gatti ihr Kapitel schließen nun würden. Diese Entscheidung sei „final und irreversibel für beide Parteien.“

Gleichzeitig dankte das Royal Concertgebouw Orchestra Gatti für dessen künstlerische Leitung als Chefdirigent und für die Beiträge, die er in dieser Zeit geleistet hätte. Das Orchester fügte hinzu, dass Gatti stets ein wichtiger Bestandteil des künstlerischen Vermächtnisses des Konzerthauses bleiben würde.

Gatti war seit der Saison 2016/17 als Nachfolger von Mariss Jansons im Amt des Chefdirigenten des Royal Concertgebouw Orchestras.

 

Drei Veröffentlichungen geplant

Das Amsterdamer Orchester kündigte ebenfalls an, als Zeichen der Wertschätzung drei Alben mit Aufnahmen des Concertgebouw Orchestras unter der Leitung Gattis zu veröffentlichen. Bei den Aufnahmen handelt es sich um Einspielungen Richard Strauss‘ „Salome“, Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1 sowie Anton Bruckners Sinfonie Nr. 9.
                                                              

Der Blick in die Zukunft

In der Pressemeldung hieß es, dass beide Parteien sich nun vollständig auf die Zukunft konzentrieren könnten. Einen Nachfolger hat das Orchester bisher nicht bekannt gegeben. Nach der Entlassung Gattis im August 2018 hatten unter anderem die Dirigenten Manfred Honeck, Bernard Haitink und Thomas Hengelbrock Konzerte geleitet.




   

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