Der Internationale Welt-Foto-Tag

- ist jährlich am 19. August

der-internationale-welt-foto-tag © Guitar Telecaster Stratocaster_willian-west_unsplash
Der Welt-Foto-Tag ist jährlich am 19. August. Wir haben ihn zum Anlass genommen, um uns mit einem professionellen Instrumentenfotografen zu unterhalten.

Der Foto-Tag

Heute können sich alle Hobbyfotografen feiern: Denn dieser Tag ist nicht nur der professionellen Fotografie vorbehalten. Außerdem ist die Kamera durch das Smartphone sowieso omnipräsent geworden. Egal ob Portraits oder Landschaften: Das Fotografieren begeistert und fasziniert nach wie vor. Denn ein technisch sauberes Foto kann wirken wie ein Gemälde, Details zeigen, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben und eine Erinnerung greifbar machen.

Herkunft des Welt-Foto-Tages

Den Tag der Fotografie hat der australische Fotograf Korske Ara 2010 ins Leben gerufen. Das Datum führt weit zurück in die Vergangenheit: Am 19. August 1939 wurde das Verfahren der Daguerretypie veröffentlicht. Dies ist ein Verfahren, das der Franzose Louis Daguerre entwickelte und zu den Anfängen der Fotografie zählt. Ihm verdanken wir es also auch, dass wir heute über Instagram unsere Fotos im
Netz verbreiten können.

Instrumentenfotografie

„Das Instrument muss mit seiner Form fotografiert werden, das ist das Wichtigste!“ sagt Werbefotograf Roman Bracht. Er fotografiert gerne Instrumente, da er auch selbst lange Jahre Violine gespielt hat. Die Haltung zum Instrument liegt ihm besonders am Herzen, denn hinter jedem Instrument stehen viele Arbeitsschritte und es steckt immer eine Geschichte hinter dem Instrument, auch hinter ungewöhnlichen Instrumenten

Instrumente natürlich fotografieren

„Es ist einer der wenigen Bereiche in der Fotografie, in dem nichts retuschiert wird! Sie werden nie erleben, dass ein Musiker sagt: Machen Sie mal die Macke da weg!“, so Roman Bracht. Jeder kleine Schaden oder jede sichtbare Reparatur gehört zum Instrument dazu und soll abgebildet werden. Diese Kennzeichnungen machen das Instrument individuell und wiedererkennbar. Außerdem wollen Instrumentenverleiher das Instrument möglichst realitätsnah abgebildet haben, um eventuelle neue Schäden an ihren Leihgaben zu erkennen. Es macht schließlich mehr Spaß, ein Instrument zu spielen, anstatt es nur zu fotografieren.

Robert Bracht hält sich als Kreativer sehr zurück beim Fotografieren der Instrumente: „Das Instrument hat genügend zu erzählen!“. Ihm geht es hier nur um die reine Handwerkskunst des Fotografierens – also das Ziel ist ein sauberes Foto, keine große Inszenierung.

Die Fotos entstehen gemeinsam

Ein Künstler gibt sein Instrument ungern aus der Hand – emotionale Bindungen steigern den Wert eines teuren Instruments ins Unermessliche. Daher setzt Roman Bracht seine Kunden auf ein Sofa im Studio: Sie trinken Kaffee, können sein WLAN nutzen – sie stellen Fragen, formulieren ihre Vorstellungen und Wünsche bezüglich des Fotos und können einfach zusehen. Das Ganze dauert inklusive Nachbearbeitung, also leichter Farbkorrekturen beispielsweise, etwa einen halben Tag.

Die Tücken der Trompete auf dem Foto

Am schwersten, sagt Roman Bracht, sind große und spiegelnde Instrumente zu fotografieren: Zum Beispiel ein Flügel, aber auch eine Trompete. Denn die Reflexionen so zu platzieren, dass sie nicht die Form stören, ist ziemlich schwer. Außerdem muss man höllisch aufpassen, was sich im Instrument spiegelt. Typischer Anfängerfehler: Man sieht die Kamera mit Stativ auf dem Foto…

Leichter hingegen sind Instrumente, die weniger spiegeln. Eine Harfe zum Beispiel sei wesentlich einfacher zu fotografieren als eine Trompete, so Roman Bracht. Daran kann man sehen, dass Größe nicht der ausschlaggebende Punkt ist.

Mensch oder Material

Roman Bracht sagt über sich selbst, er fotografiere am liebsten Gegenstände. Die Portraitfotografie findet er immer wieder herausfordernd, da man sich aus der Sicherheit des Studios hinausbegeben und sich sehr auf das Fotomodell einlassen muss:. „Aber menschlich tut mir das sehr gut und deshalb mache ich beides gerne“.

Der Welt-Foto-Tag eignet sich gut, um sich einmal bewusst zu machen, wie vielfältig und unterschiedlich, die Kunst des Fotogarafierens sein kann und das jede Fotoart auch seine Tücken hat.
   

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