Der musikalische Plattenbau

Aus jedem Fenster ein andere Musik

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Berlin Plattenbau klingt auf dem ersten Blick nicht nach einem kreativen Hotspot. Doch in diesem Hochhaus lohnt es sich einmal genauer hinzuhören...
„Und im Sommer wenn alle die Fenster offen haben und man vor dem Gebäude steht, hat man musikalische Konzerte aller Art“, Laura de la Riva ist Mieterin im Musikplattenbau ARTtraktiv in Berlin und liebt diese Gemeinschaft.

Platz für jede Musikart

Wenn man an einen typischen Plattenbau in Berlin Marzahn denkt, kommt einem bestimmt nicht als erstes Musik in den Kopf. Quirin Graf Adelmann hat dies aber ins Leben gerufen und erfüllte den Berliner Stadtteil mit Musik, „Wir haben gemerkt, dass man Raum schaffen muss für Musiker“. Jeder Musiker, egal welches Genre, egal wie groß das Talent, egal ob Hobby- oder Berufsmusiker findet in den beiden Gebäuden Platz. Proberäume in verschiedensten Größen geben Musikern in zwei Hochhäusern Platz zum Proben, Aufnehmen aber auch zum Connecten.

„Die Nachbarschaft ist großartig, man weiß immer, was die anderen gerade so machen und manchmal kommt es dann auch zu Gemeinschaftsprojekten“, erzählt die Klarinettistin Laura de la Riva. Bereits seit einigen Jahren probt die junge Frau im ARTtraktiv Gebäude.




Besondere Gemeinschaft

„Es gibt einem die Möglichkeit in Ruhe zu proben, ohne die Nachbarn zu stören.“, erklärt Sie, „Wenn man Stücke spielt, beschweren sich die meisten nicht, aber wenn es dann ans wirkliche Proben geht, das kann man den Nachbarn zuhause nicht antun.“ Im ARTtraktiv beschwert sich keiner, hier proben ja alle, hier machen alle Musik. „Die Stockwerke sind nach Genres aufgeteilt, so dass sich Heavy Metal und zum Beispiel Klassik nicht stören. Die Musiker sprechen sich aber auch manchmal ab, sollte doch mal Lärm nach draußen dringen“, erklärt der Geschäftsführer Adelmann. Es ist eine ganz besondere Atmosphäre in den Gebäuden, wenn man von der einen Seite die Klänge von Mozart und von der anderen ACDC Musik spielen hört. Jede Musik ist willkommen und jeder Künstler, egal welches Genre, muss üben.

Zur Zeit sind beide Gebäude restlos ausgebucht, aber es gibt Wartelisten und wenn man etwas Geduld mitbringt, wird man es nicht bereuen, da ist sich die Mieterin sicher: „Das ist die Berlin Musikszene, hier kommt alles zusammen, eine wunderbare Vielfalt“.

Ein große Vielfalt gibt es auch bei Kulturbauten, wo nicht selten die Baukosten explodieren. Wir haben einen Vergleich aufgestellt zwischen Theater, Flughafen und Co..

Teilen kann man nicht nur ein Haus, sondern auch ein Instrument. Eine Cello-Patenschaft schenkt gleich drei Menschen eine große Freude.

(A. Kohler)
   

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