Der Sommer in der Musik

So hat die warme Jahreszeit die Komponisten inspiriert

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Der Sommer ist da! Am 20. Juni 2020 ist Sommeranfang und die meisten können es kaum noch erwarten: Endlich die Sonne wieder auf der Haut spüren, den frischen Duft der nassen, warmen Erde nach dem Regen einatmen und dem glücklichen Zwitschern der Vögel lauschen.
Schon immer haben diese Gedanken und Erlebnisse die Menschen mit Glück und Inspiration erfüllt. Da ist es kein Wunder, dass viele Künstler den Sommer in ihrer Musik verarbeitet haben.

Vier Jahreszeiten

Das wohl bekannteste Beispiel ist Antonio Vivaldi, der sich nicht nur vom Sommer sondern von der Vielseitigkeit der Jahreszeiten inspirieren hat lassen. Mit dem zweiten Konzert aus „Le quattro stagioni“ beschreibt er in einer Genauigkeit und mit Liebe zum Detail den Fassettenreichtum der vor uns liegenden Jahreszeit.

Dabei schafft er es mit Melodien und bestimmten Akzenten die Sommerhitze, das Zwitschern der Vögel und gar ein Sommergewitter zu beschreiben und den Sommer hörbar zu machen.



Hiermit inspirierte er mehrere Künstler, als sie ihre Lieblingsjahreszeit vertonen wollten.

Ein ganzer Sommertag in der Musik

Ein weiteres bekanntes Stück, das die warme Jahreszeit thematisiert, ist von Joseph Haydn. Auch Haydn vertonte alle Jahreszeiten und widmete sich im zweiten Teil seines Oratoriums dem Sommer. Ihm gelingt es mit Musik und Tönen die Schwüle, drückende Hitze des Sommers in Gegensatz zu einem gewaltigen, sich entladendem Gewitter zu setzen.

Haydn präsentiert hierbei einen ganzen Sommertag und dessen verschiedene Stimmungen. Dabei beginnt er mit der aufgehenden Sonne, welche mit in sich steigernde, prachtvolle Musik dargestellt wird. Ausklingen lässt er den zweiten Teil und damit den Sommertag mit den, für die Zeit typischen, Abendglocken.

Die Sonne in Buenos Aires

Wie unterschiedlich aber doch gleich der Sommer sein kann, wird beim Hören des Quintetts „Las Cuatro Estaciones Porteñas“ von Astor Piazolla klar. Mit seinem markanten Tango-Nuevo-Stil beschreibt der Künstler die Jahreszeiten und eben auch den Sommer in seiner Heimat Buenos Aires.

Hier nutzt er, wie für den Komponisten typisch, hauptsächlich Elemente des traditionellen argentinischen Tangos, weist aber auch Einschläge des Jazz und der klassischen Musik auf. Während sich zwar Parallelen zwischen dem Sommer Vivaldis zeigen, beschreibt Piazolla mit seiner Musik für Gitarre besonders die für Buenos Aires typische, herausstechende Lebensfreude.

Drei Monate Sommer

Gregor Joseph Werner bediente sich nicht nur der vier Jahreszeiten in seiner Musik, sondern vertonte alle zwölf Monate. Er schrieb einen musikalischen Kalender. Auch bei ihm lässt sich erahnen, dass er besonders viel Gefühl und Inspiration in die drei Sommer Monate steckt.

Dabei vertont er typische sommerliche Ereignisse und schafft es, die Stimmungen einzufangen: Wie die frische Lieblichkeit des Sommers im Juni, die verschiedenen Wetterfassetten im Juli und die Schwere des Sommers im August.



Mit dem Sommer kommt die Leichtigkeit und Lebensfreude, zu hören in jeder Art von Musik. Denn mit ihrem Fassettenreichtum und ihren Gefühlen beeinflusst und inspiriert die warme Jahreszeit beinahe jeden Musiker.

Wir haben die Gute-Laune-Tipps für Ihren Sommer.

In Mecklenburg-Vorpommern wird der Sommer 2020 zum Netzspielsommer.

Morgenmoderator Thomas Ohrner hat den Sommer bereits für "Wie gemacht für... Fernweh" erklärt.

(A. Kohler)
   

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