"Deutschland singt"

Bundesweite Aktion zum Tag der Deutschen Einheit

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Anlässlich des 30. Tag der Deutschen Einheit hat sich die Aktion “Deutschland Singt” etwas besonderes einfallen lassen: eine Art bundesweiten "Gesangsteppich".

Zur gleichen Zeit am anderen Ort

Denn in rund 250 Orten in ganz Deutschland versammeln sich Menschen um bei einer Art bundesweiten Chor mitzumachen. Um Punkt 19 Uhr stimmen alle zeitgleich - wenn auch ortsversetzt - das Lied: "Die Gedanken sind frei" an. Danach folgen viele andere Lieder, auch englischsprachige. Darüber opponieren sich manche Menschen, berichtet Benjamin Stoll, der nicht nur PR-Manager der Aktion, sondern auch Schauspieler und Regisseur ist. Dabei hat jedes Lied einen historischen Bezug zur Wende. "So haben wir z.B. Wind of Change von den Scorpions. Das ist eigentlich DER Wendesong der Westdeutschen. Und als Pendant: "Über sieben Brücken musst du gehen" - das war auch DER Wendesong in Ostdeutschland."

Beethoven beim Mauerfall

Doch natürlich gibt es auch ein Lied der Klassik, das einfach wie die Faust aufs Auge passt - und schon beim Mauerfall gespielt wurde: die Ode an die Freude von Ludwig van Beethoven. "Auch hier ist ein Einheitsgedanke da, weil es eine größere Kraft ist, die über uns steht, die Freude zum Ausdruck bringt." Abgesehen davon kann (und hat man in der Vergangenheit auch schon oft) das Wort Freude auch ganz einfach durch "Freiheit" ersetzen.

Live oder im Live Stream

Viele Städte und Gemeinden haben sich bei "Deutschland singt" angemeldet - wo die nächste Sing-Aktion in der Nähe stattfindet, sieht man ganz einfach auf der Homepage der Aktion. Und wenn der nächste Ort zu weit entfernt ist, kann man in den Live-Stream schalten, der direkt von der geschichtsträchtigen Nikolai-Kirche in Berlin gesendet wird. Dort kündigen Moderatoren die verschiedenen Lieder wie Musikvideos an und es erscheint der Text dazu auf dem Bildschirm - so kann jeder mitmachen, egal, wo er ist. 

Lange Tradition

Ein bisschen erinnert das Ganze auch an die Montagsdemonstrationen, in denen Ende der 80er Jahre die Menschen friedlich, mit Gesang und Kerzen in der Hand ein geeintes Deutschland forderten. 
Vor 10 Jahren hat dann ein kleiner kirchlicher Verein begonnen, den dritten Oktober mit Gesang zu feiern - einer "Deutschland Singt" Aktion en miniature sozusagen, das Ganze hat immer weitere Kreise gezogen und jetzt zum 30. Tag der Deutschen Einheit wurden diese Aktionen in der bundesweiten Initiative "Deutschland singt" vereinigt. 

"Wir glauben, dass Singen ein Medium ist, das verbindet, das Brücken baut und dass wir gerade in der heutigen Zeit diese Brücken brauchen", meint Christoph Stoll. "Unser Ziel ist es, dass wir alle Bürgerinnen und Bürger zusammenbringen möchten, dass wir eine Einheit schaffen wollen, ein Wir-Gefühl. Vor allem aber auch ein Zeichen der Hoffnung, denn wir sind fest davon überzeugt, dass es Hoffnung gibt, Hoffnung Brücken baut, Hoffnung für Versöhnung sorgen kann und wir hoffen so ganz ganz viele Menschen zu erreichen.


(K.Jäger)


Durch den "Soundtrack der Einheit" führt uns am dritte Oktober Axel Brüggemann in einer Sondersendung zur Deutschen Einheit von 14-16 Uhr.

Einst hatte die DDR die beste Klassik-Versorgung weltweit. Nach der Wende gab es hier große Veränderungen und eine Wiedervereinigung der deutschen Orchesterlandschaft.





 

   

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