Die heilende Kraft der Musik

Wie Musik uns hilft gesund zu werden und gesund zu bleiben

die-heilende-kraft-der-musik © Fotolia/ Stokkete
Wir hören den ganzen Tag Musik. Was uns aber nicht bewusst ist… was bei jedem Ton, der auf unser Ohr trifft, in unserem Körper passiert: Viele Gehirnareale werden aktiv und unser Körper reagiert sogar sichtbar z. B. mit Bewegungen wie rhythmisches Klopfen. Ein wahres Feuerwerk an Hormonen wird freigesetzt.

Hilft Musik bei Krankheiten?

Die Musiktherapie wird zwar immer bekannter, gehört aber noch lange nicht zum Repertoire der gängigen Therapien, die von Ärzten empfohlen werden. Darüber hinaus haftet ihr oft ein leicht esoterischer Ruf an. Der Neurowissenschaftler Stefan Kölsch will dieses verstaubte Bild der Musiktherapie ändern. Für sein Buch „Good Vibrations – die heilende Kraft der Musik“ hat er sich auf viele Studien berufen und forscht auch selber an der Universität Bergen in Norwegen

„Musik ist nicht nur schön – sie bewahrt auch unsere Gesundheit.“

Kölsch vergleicht den Einsatz von Musik mit dem Einsatz von Placebo-Medikamenten, die die Heilungsprozesse enorm beschleunigen können. Dass der Einsatz von Musik tatsächlich medizinische Auswirkungen auslösen kann, das belegen vor allem Studien aus dem Bereich der neurologischen und psychologischen Krankheiten.

Musik statt Medizin

Auch wenn es viele belastbare Studien gibt, hat die Musiktherapie noch nicht den Stellenwert, die sie verdiene, so Kölsch. Beispielsweise bei Schlaganfall-Patienten habe man erstaunliche Ergebnisse beobachten können. Durch den gezielten Einsatz von Musik konnten die Patienten deutlich schneller wieder in ihren alten Zustand zurückfinden. Jeden Tag hörten sie eine Stunde lang Musik und nach einiger Zeit sah man: die beim Schlaganfall beschädigten Gehirnareale erholten sich einfach besser, als bei der Kontrollgruppe, die sich Hörbücher anhörten. Die Nervenzellen um das geschädigte Gewebe herum wurden durch die Musik aktiviert und dadurch die Regeneration gefördert. Dazu kamen weitere Effekte wie Stress- und Angstabbau, die ebenfalls zur schnellen Heilung betrugen.

Glücklich durch Musik

Ein weiterer Nebeneffekt beim Hören von Musik ist, dass viele Hormone den Körper durchfluten. So auch das Glückshormon Dopamin, womit sich das Gehirn zusätzlich jung hält. Kölsch sagt: „Eine meiner Lieblingsstudien des letzten Jahres hat gezeigt, dass das Gehirnalter von Amateurmusikern und Musikern niedriger ist als das von Kontrollpersonen“. Ob das häufige Hören von Musik also auch ein langes Leben fördert, könne klar mit JA beantwortet werden.

Was können wir tun?

Wenn man Kölsch fragt, wie man sich selbst gesund halten kann, dann sagt er natürlich: einfach Musik hören. Aber es sei genauso wichtig, dass wir uns daran beteiligen sollten, wie z.B. dazu bewegen. Dazu reichen schon kleine Bewegungen, wie mit dem Finger oder dem Fuß tippen, aus. Und das Wichtigste: es sollte immer Musik sein, die uns gefällt. Und da finden Sie bei unserem Streaming Dienst Klassik Radio Select ganz bestimmt etwas!

   

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