Digitale Senioren

Wie Senioren digitale Angebote nutzen und man sie unterstützen kann

digitale-senioren © lordn
Gerade jetzt nutzen immer mehr Senioren digitale Möglichkeiten, um ihren Lieben nahe zu sein. So kann man sie dabei unterstützen.

Senioren behaupten sich in der digitalen Welt

….Homeoffice, Yoga per Livestream oder Freundestreffen via Skype…in Zeiten wie diesen verlagert sich unser Leben in die digitale Welt…da macht auch die ältere Generation keine Ausnahme. Wie sie dabei klar kommen, weiß Joachim Schulte. Er ist Projektleiter des Digital-Kompass, einer Initiative des Vereins „Deutschland sicher im Netz“: Generell ist es so, dass sich die ältere Generation besser schlägt, als man gemeinhin annehmen würde. Das gilt vor allem bei denjenigen, die im Berufsleben noch mit der Digitalisierung zu tun hatten." Trotzdem gibt es auch Senioren, die von Kindern oder Enkeln ein Smartphone oder Tablett nur mit einer kurzen Erklärung geschenkt bekommen und danach damit allein gelassen werden. "Da wünschen wir uns natürlich, dass diejenigen auch weiterhin vermitteln, wie das Ganze gut funktioniert."

Wie man Senioren digital unterstützen kann

Wichtig dabei ist nicht nur Geduld und Mut zusprechen, sondern auch, die Lernenden "mal selber machen zu lassen". Oft sei der Geduldsfaden irgendwann am Ende und man nimmt den Großeltern das Tablett aus der Hand, behebt das Problem und beschwichtigt mit den Worten "jetzt geht es wieder". Das Problem an der Vorgehensweise: sobald Kinder oder Enkel nicht mehr im Haus sind und ein ähnliches Problem auftritt, sei es noch so klein, können sich die Senioren nicht selber helfen.

Kurse für digitale Senioren - auch online

Wenn man nicht selbst immer zur Stelle sein kann, wäre es z.B. hilfreich, mit den Eltern und Großeltern zusammen einen Kurs zu suchen, bei dem sie mit Gleichaltrigen lernen können. Denn es gibt zahlreiche Angebote in Seniorencafés, Mehrgenerationenhäusern oder Volkshochschulen. Selbst zu Zeiten wie diesen ist ein Kurs möglich, der dann einfach online durchgeführt wird. Die Resonanz ist deshalb noch einmal gestiegen: "Wir waren früher vielleicht bei zwei, drei Mal die Woche mit ungefähr 10 Teilnehmern. Aktuell sind es eher 60 bis 80 ältere Menschen, die sich zusammenschalten, die Fragen stellen...." erläutert Joachim Schulte. Dabei sind immer öfter auch die Kursleiter aus einem älteren Semester. Das bringt zusätzliche Vorteile mit sich: "dass sie ihre Erfahrungen, die sie im Netz gesammelt haben, weiter geben an andere. Sie können das sehr viel authentischer machen, weil sie es auch selbst erst später gelernt haben und sagen können: hey, ich bin ja wie ein Vorbild, ich habe das erlernt im hohen Alter und das können sie genauso gut lernen".

Heimliche Leidenschaft der digitalen Senioren

Beim Onlineverhalten zeigt sich: die Senioren nutzen vor allem die neuen Kommunikationsmöglichkeiten, doch auch Onlineshopping und -banking gehört dazu. Außerdem hat die ältere Generation eine ganz besondere Leidenschaft: sie lieben Spiele. Das gilt auch für den digitalen Bereich. Dort sind es nicht etwa nur Spiele wie Solitär, sondern auch vernetzte Spiele und Rollenspiele mit Virtual Reality Brillen. 

Hemmschwellen digitaler Senioren

Hemmschwellen beim Eintritt in die virtuelle Welt ist zunächst einmal die Sorge, etwas "kaputt" zu machen bei App oder Gerät, dann Angst vor verstecken Kosten: "Da werden manche Apps oder Seiten nicht genutzt, die wir als sicher einstufen, weil gefürchtet wird, man würde unbeabsichtigt ein Abo abschließen", meint Joachim Schulte. Zudem gibt es Bedenken bezüglich der Sicherheit beim Onlinebanking und auch bei der Datensicherheit. "Das ist eine der ersten Fragen: warum will der Anbieter meinen Wohnort wissen, was geht den das an, warum braucht er Zugriff auf meine Kontakte, obwohl er nur eine Taschenlampe auf meinem Handy installiert", so Joachim Schulte. Diese Bedenken seien allerdings absolut gerechtfertigt und gerade jüngere Generationen, die oft zu sorglos mit ihren Daten umgehen, könnten sich davon etwas abschauen.

Rat an digitale Senioren

Den Senioren selbst rät Joachim Schulte nicht aufzugeben, auch wenn es anfangs schwer ist, sich trauen auch vermeintlich "dumme" Fragen zu stellen, selbst auszuprobieren und sich Hilfe in Kursen zu suchen. "Digitalisierung ist nicht nur etwas für Jüngere oder Mittelalte, sondern für jegliches Alter bietet es etwas. Selbst meine Großmutter hat im hohen Alter von 90 Jahren noch gelernt, ein Tablett zu benutzen, obwohl sie vorher noch nie in ihrem Leben etwas mit Computern zu tun hatte."

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