Dresdner Sinfoniker spielen auf Hochhäusern

Im Plattenbauviertel Prohlis ließen die Dresdner Sinfoniker Musik erklingen

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Man könnte sagen, dass Not erfinderisch macht: Die Dresdner Sinfoniker haben am Samstag einen Platz im Plattenbauviertel Prohils in einen riesigen Konzertsaal verwandelt.
Derzeit sind nur wenige Besucher in Konzerthäusern erlaubt, das gilt auch für Dresden. Deshalb kommen die Dresdner Sinfoniker dahin, wo die Menschen sowieso sind. In dem Fall in die Dresdner Plattenbausiedlung Prohlis.

Spielen von den Dächern

Die Musiker waren überall verteilt. Zum Beispiel waren 16 Alphörner mit dabei, die auf den Hochhäusern platziert waren. Gespielt wurde unter anderem Freude schöner Götterfunken von Beethoven, aber auch eine eigens für das Projekt geschriebene Komposition „Himmel über Prohils“.

"Sechzehn Alphörner, neun Trompeten, vier Tubas und vier Dà Gǔ-Trommeln füllen ein ganzes Wohnquartier mit Klang. In fast 50 Metern Höhe, auf den Dächern von vier 17-geschossigen Gebäuden, sind die Alphornist*innen postiert – jeweils als Quartett in den Stimmungen es, f und ges zusammengefasst. Auf weiteren Hochhausdächern liefern Trompeten und Tuben weitere Klangfarben und bereichern die spieltechnischen Möglichkeiten des Ensembles. Als Klangsockel (und auch räumlich geerdet) fungieren vier chinesische Dà Gǔ-Trommeln plus Schlagwerk – aufgestellt auf dem Parkdeck des zentralen Shoppingcenters. Die Musik dieses Konzerts nutzt die räumliche Distanz, immerhin mehrere hundert Meter zwischen den Spieler*innen, das Grundmotiv ist die Verständigung der Instrumentengruppen. Genau hierfür steht auch das Alphorn: das Wechselspiel über weite Entfernungen im Gebirge. Wir befinden uns jedoch in der weitläufigen Topographie eines Wohngebietes – mit imposanten Vielgeschossern, die den Dresdner Sinfonikern freundlicherweise von der Vonovia zur Verfügung gestellt werden." (Dresdner Sinfoniker)

Einige Zuhörer saßen tatsächlich auf dem Platz, aber dadurch, dass das einfach in einem Wohngebiet stattfand, waren es so viele Menschen, wie Anwohner, also mehrere hundert.

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(A. Baumgart)
   

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