Earth Overshoot Day

Ab heute leben wir auf Kosten der Umwelt

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Der Erdüberlastungstag fällt dieses Jahr auf den 29. Juli. Ab heute sind die Jahresressourcen, die unser Planet innerhalb eines Jahres regenerieren kann aufgebraucht. Prof. Dr. Mojib Latif ist Klimaforscher am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Wenn er sich den weltweiten Ressourcenverbrauch der Menschen anschaut, macht er sich ernstlich Sorgen: „Wir leben im Moment so, als ob wir 1,7 Erden zur Verfügung hätten – haben wir aber leider nicht.“ Er bezieht sich damit auf Zahlen des Global Footprint Networks.

Was ist der Earth Overshoot Day?

Dieses Netzwerk berechnet jedes Jahr das Datum des Erdüberlastungstages. Dazu verwendet es Daten zum weltweitem Wasser-, Energieverbrauch und zur CO2-Emmission. Momentan verbraucht die Menschheit mehr Ressourcen, als die Erde im Laufe eines Jahres regenerieren kann. Würde man mit seinem Arbeitslohn so umgehen, würde das bedeuten, dass man Ende Juli schon sein komplettes Jahresgehalt ausgegeben hat – auch das Geld, das man noch gar nicht verdient hat. Die Folge für die Erde sind zum Beispiel Waldrodungen und Überfischung der Meere.

So früh war der Earth Overshoot Day noch nie

Letztes Jahr fiel er noch auf den 1. August, dieses Jahr ist es der 29. Juli. Bis Anfang der 90er-Jahre lag der Earth Overshoot Day immer innerhalb des Dezembers. Es sollte uns zu denken geben, dass der Weltschöpfungstag, wie er auch genannt wird, immer früher kommt, findet Prof Latif: „Die Klimagipfel haben bisher nur Absichtserklärungen erreicht, keine konkrete Beschlüsse. Der Druck muss zwar von unten kommen, aber die Politik muss sich auch gegen den Wirtschaftslobbyismus durchsetzen.“

Auch Deutschland ist kein Klimavorbild

Wäre der Lebensstandard der Weltbevölkerung so hoch, wie der der Deutschen, wäre der Earth Overshoot Day schon am 3. Mai gewesen. Die USA leben zwar noch verschwenderischer, aber das darf keine Entschuldigung dafür sein, auf Kosten der Nachfolgenden Generationen zu leben.

Hingegen zeigt Indien, wie ungleich verteilt der Lebensstandard ist: Der Ressourcenverbrauch ist hier pro Kopf sehr gering, aber das lässt sich durch den niedrigen Lebensstandard und die Armut erklären. Als Vorbild eignet sich Indien für die Industrienationen deshalb nicht wirklich.

Kritik am Earth Overshoot Day

Jürgen Knirsch von Greenpeace kritisiert die Berechnung des Earth Overshoot Day. Das Netzwerk verwende Daten mit unsicherer Herkunft. Pekny von der österreichischen Plattform Footprint erklärt, es müssten Schwankungen von bis zu einer Woche berücksichtigt werden. Trotz der kritisierten Details zeichnet sich der Trend doch klar ab: Wir verbrauchen immer mehr Energie in kürzerer Zeit.

Wie wir noch die Kurve kriegen könnten

Prof. Latif rät: Der einzige Ausweg aus der Klimakatastrophe ist Ressourcen zu schonen. Wer darauf achtet, wenig Fleisch zu essen, kaum fliegt und nachhaltige Kleidung einkauft, tut den ersten Schritt fort von der Wegwerfgesellschaft. Ein weiterer Punkt ist die Müllvermeidung und das Einsparen von Plastik. Laut Prof. Latif reicht es nicht, allein den Plastikmüll um die Hälfte zu reduzieren. „Viele Produkte sind unnötig und man müsste sie erst gar nicht produzieren. Das spart sowohl Plastik als auch Energie.“

Ressourcen sparen ist nicht schwer, wenn man wieder lernt, sich an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen. Gerade im Sommer gibt es ein paar Dinge, die einfach noch mehr Spaß machen. 

Noch ein Tag, der im Zusammenhang mit Umweltschutz nicht zu unterschätzen ist, ist der internationale Tag des Zuhörens. Eine Fähigkeit, die wirklich jeder gut gebrauchen kann. Manchmal wird man auch abgelenkt. Denn die Klimaerwärmung zeigt ihre ersten folgen. Vor allem die Mücken und die Raupenplage haben uns in diesem Sommer fest im Griff. Die Bienen sterben jedoch immer mehr aus und die sind wiederum wichtig für unsere Natur. Daher wurde der „Tag der Honigbiene eingeführt.“
 

   

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