Aus für den ECHO

Beschlossene Sache

echo-aus © BVMI/Oliver Walterscheid
Den Deutschen Musikpreis ECHO wird es in seiner aktuellen Form nicht mehr geben. Auch der ECHO Klassik wird neu aufgestellt.
In den vergangenen Wochen hat es viele Diskussionen rund um den ECHO gegeben. Am 24.04. hat der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie die Konsequenzen daraus gezogen und die Abschaffung des Preises in der aktuellen Form beschlossen. 

Es braucht Preise mit Leuchtturm-Charakter

Viele Jahre war der ECHO ein großartiger Preis und ebenfalls ein zentrales Branchenevent und einzigartigen Momenten und fantastischen Künstlern. Für den Vorstand steht deshalb außer Frage, dass Deutschland als drittgrößter Musikmarkt der Welt weiterhin Musikpreise mit Leuchtturm-Charakter braucht. Es darf allerdings nicht sein, dass dieser Musikpreis als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen wird. Der Die Geschehnisse um den diesjährigen ECHO herum, für die sich der Vorstand entschuldigt hat, können zwar nicht mehr rückgängig gemacht werden, man werde aber dafür sorgen, dass sich Fehler dieser Art in Zukunft nicht mehr wiederholen.


Die Marke ECHO ist zu stark beschädigt

Die einzige Lösung für den Deutschen Musikpreis ist ein vollständiger Neuanfang. Das zieht ebenfalls eine Neuaufstellung bei ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ nach. Hier nennt der Vorstand bereits erste konkrete Schritte: Er wird die drei Preise in eine eigene Struktur überführen. Die bisher involvierten Gremien werden ihre Tätigkeiten einstellen. Die Kriterien der Nominierung und Preisvergabe werden dabei vollständig verändert. Wie beim ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ, die von Anfang an reine Jury-Preise waren, soll beim neuen Musikpreis auch für den Pop-Bereich die Jury stärker in den Vordergrund rücken.

Vorstand nimmt sich Zeit für Veränderungen

Im Juni soll es einen Workshop geben mit dem erklärten Ziel, den neuen Preis im Sinne aller Künstler sowie der gesamten Branche zu gestalten. Hier sollen möglichst viele Ideen und Erwartungen aus der Branche beim Prozess der Neugestaltung einbezogen werden. Gleichzeitig ist der BVMI bereits an Institutionen herangetreten, um die gesellschaftlich notwendige Debatte über die Kunstfreiheit und ihre Grenzen mitzugestalten.


ECHO Jazz wird im Mai verliehen

Demnächst werden ausführliche Informationen rund um die Klassik und Jazz-Preise geben. Die Jazz-Preise werden am 31. Mai in Hamburg in kleinerem Kreis ohne TV-Inszenierung verliehen. Im Fokus stehen ausschließlich die Künstlerinnen und Künstler und ihre Musik. In den vergangenen Wochen haben haben auch Künstler aus der Klassik-Szene ihre Preise zurückgegeben, u. a. Igor Levit und Daniel Barenboim.

   

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