Ein Konzertsaal im Bayerischen Wald

Wenn Klassikweltstars in einem Dorf auftreten

ein-konzertsaal-im-bayerischen-wald © Naaro
"Wie eine umgekippte Schuhschachtel halb vergraben, so kann man sich das Konzerthaus in Blaibach vorstellen", sagt Konzert- und Opernsänger Thomas E. Bauer. Er hat das Haus in seiner Heimat 2014 eröffnet.
Thomas E. Bauer ist hier im Bayerischen Wald aufgewachsen. Mittlerweile wohnt er zwar in Berlin, ist aber nicht immer eng mit seiner Heimat verbunden. Deswegen dachte er sich für Kunst und Kultur interessieren sich die Menschen überall. Warum nicht ein Konzerthaus im Bayerischen Wald im 2.000 Seelendorf in Blaibach bauen? Heute zählt es zu den Besten weltweit. 

Berliner Philharmonie, Igor Levit und Martha Argerich

Die Idee klingt natürlich auf den ersten Blick recht ungewöhnlich, aber in den sechs Jahren seit der Eröffnung hat sich gezeigt, dass es ein voller Erfolg ist. Künstler aus der ganzen Welt kommen hier her und machen Musik. Mit dabei sind Pianist Grigori Sokolow, bald auch Igor Levit und Martha Argerich. Anfang des Jahres haben die Berliner Philharmoniker im Konzerthaus Blaibach gespielt.

Klimaneutral

Seit Anfang des Jahres ist das Konzerthaus sogar klimaneutral. Das schaffen sie laut Bauer, indem verschieden Dinge einhalten und die Klima Bilanz ausgleichen. Ein Beispiel ist hier Programmheft. Während des Konzerts werden alle Informationen mit einem Beamer an die Wand projiziert. Wer gern ein Programmheft haben möchte, kann es sich mittels QR-Code aufs Handy laden. In einzelnen Fällen besteht aber immer noch die Möglichkeit, dass das Programmheft ausgedruckt wird. 

Besonderes Ambiente 

Viele Gründe ziehen die Künstler aus aller Welt nach Blaibach, sagt Bauer. Einer ist auf jeden Fall das besondere Ambiente. "Einmal, der Saal selbst, das Team drum herum und natürlich der Bayerische Wald ergeben eine besondere Mischung", sagt Bauer. Und ein großer Faktor ist auch die Akustik des Konzertsaals, die von Experten das ein oder andere Mal hoch gelobt wurde. 

Moderne Architektur 

"Von außen sieht das Konzerthaus aus wie ein Schuhkarton, der in der Erde steckt", erklärt Bauer.

"Innerhalb dieses Saales hat sich etwas Komplexes ergeben. Wir haben die Wände teilweise gefaltet und ein völlig neues Material verwendet. Das ganze sieht aus wie Beton, besteht aber zu 85 % aus Recycling-Glas. Wir haben mit sehr guten Akustikern gearbeitet und Dinge ausprobiert, die so vorher noch keiner versucht hat. Damit hatten wir vermutlich auch Glück gehabt, denn herausgekommen ist der akustisch beste Kammermusiksaal der Welt." - Thomas E. Bauer

 

Zukunft

Durch den verlängerten Lockdown wird jetzt erst einmal umgeplant. Natürlich ist es für das Konzerthaus Blaibach schwierig, aber für all die freiberuflichen Künstler ist es natürlich noch schlimmer, sagt Bauer im Gespräch. Deswegen werde auch versucht, all die ausgefallenen Konzerte nachzuholen und in das kommende Jahr zu schieben. 

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