Ein positives Zeichen für die Branche

Orchestervorstand der Wiener Philharmoniker, Daniel Froschauer, zum Sommernachtstraum

ein-positives-zeichen-für-die-branche © Wiener Philharmoniker/ Terry Linke
Die Wiener Philharmoniker verzauberten am vergangenen Freitag mit ihrem alljährlichen Sommernachtskonzert das Publikum – aber natürlich anders als sonst. Wir haben mit dem Vorstand des Orchesters, Daniel Froschauer, gesprochen.

Mit „Liebe“ gegen Corona

Viel Zeit wäre nicht mehr geblieben, dann hätte sich das Klassik-Spektakel im Schlosspark in Wien den Namen Sommernachtskonzert nicht mehr verdient. Aber noch vor dem offiziellen Ende der warmen Jahreszeit ging das Event am Freitag, den 18. September 2020, über die Bühne - und das mit Live-Publikum.

Unter dem Motto „Liebe“ gaben die Wiener Philharmoniker unter Star-Dirigent Valery Gergiev und mit Tenor Jonas Kaufmann ein Konzertprogramm der Sonderklasse zum Besten. Von Strauss und Wagner bis zu Mendelssohns Scherzo aus „Ein Sommernachtstraum“ servierte das Orchester ein Potpourri aus den populärsten Werken der jüngeren Musikgeschichte. Den krönenden Abschluss bildete das „Nessun Dorma“ aus Puccinis Oper „Turandot“.

Dabei war die Durchführung des Konzerts keine Selbstverständlichkeit. Die Auflagen waren strenger als vorgesehen, der Orchestervorstand selbst ist daher „mit einem sicheren Gefühl“ in die Vorstellung gegangen.

Sicherheitskonzept hat sich ausgezahlt

Natürlich hätte man das für Mai angesetzte Konzert im Vorhinein absagen können, doch Froschauer wäre sich den Auswirkungen bewusst gewesen: „Das wäre ein Signal gewesen für die Welt, das nicht positiv gewesen wäre.“ Nicht nur ein Konzert, sondern ein Auftrag war das Sommernachtskonzert im Jahr 2020. Und so hat man sich auf die neue Situation eingelassen.

1250 personifizierte Sitzplätze, alle Orchestermusiker wurden getestet, Musiker und Publikum konnten sich nur aus der Ferne sehen. Doch das strenge Konzept hat sich bezahlt gemacht, konnte das Konzert doch problemlos durchgeführt werden.

Konzepte einhalten

Dabei haben die Wiener Philharmoniker schon Routine mit Konzerten unter Auflagen. Im Juni gab es die ersten Konzerte vor Publikum. Im Sommer dann die höchst erfolgreichen Vorstellungen bei den Salzburger Festspielen. „Wenn man sich wirklich an ein Konzept hält und das aus Respekt (…) durchzieht, dann finde ich, kann man jetzt schon auch Konzerte machen.“

"Das Konzert war das Beste, was man in Zeiten wie diesen erleben kann. Wir haben ein großes Glück gehabt, dass Valery Gergiev wieder bei uns war und vor allem auch Kaufmann, der großartig gesungen hat.“ Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Musik im nächsten Jahr einen voll befüllten Schlosspark in Wien verzaubern kann.

(A. Greif)

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