Ein Sommer voller Mücken

Werden uns in diesem Sommer 2019 die Mücken besonders schlimm plagen? Wir haben es für Sie herausgefunden.

ein-sommer-voller-mücken © AdobeStock/ sinhyu
"Mückenplage am Ammersee in Bayern", "Umsatzeinbußen wegen Mückenattacken" - so titeln gerade viele Berichte. Die Plagegeister gehören zum Sommer dazu, aber angeblich soll es dieses Jahr besonders schlimm werden. Doch werden uns wirklich mehr Mücken plagen? Der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Renke Lühken vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg verrät es uns.

2019 – Sommer der Mücken?

Laut Dr. Lühken ist es relativ schwer vorherzusagen, wie viele Mücken es in diesem Sommer tatsächlich geben wird, weil es von den Wetterbedingungen abhängt und die sind natürlich auch nur auf einen relativ kurzen Zeitraum vorhersagbar. Aufgrund dessen lässt sich noch nicht sagen, ob sich in diesem Sommer eine große Stechmückenpopulation aufbauen kann oder nicht. Die entscheidenden Faktoren für eine große Steckmückenplage wären viele Niederschläge verbunden mit hohen Temperaturen.

Welche Mücken plagen uns?

Im Hausumfeld ist am häufigsten die allgemeine Hausmücke vertreten, die in jeder Regentonne brüten kann. Damit kommt der Mensch am ehesten in Kontakt, wenn er auf der Terrasse oder dem Balkon sitzt, weil die Mücken dann direkt im Hausumfeld brüten, erklärt Dr. Lühken. Was man aktuell in den Zeitungsmeldungen findet, das sind die sogenannten Überschwemmungsmücken. Auch wieder je nach Abhängigkeit von Temperaturen und wie viel Fläche aufgrund von Niederschlag überschwemmt wird, kann es hier zu Massenentwicklungen dieser Mücken kommen  - siehe Ammersee.
Da hat man schnell keine Lust mehr, sich draußen aufzuhalten, obwohl die aktuellen Sommerspiel-Trends 2019 eigentlich dazu einladen.

Wo in Deutschland sind wir betroffen?

Die allgemeine Hausmücke kommt flächendeckend in ganz Deutschland vor. Es hängt auch hier wieder davon ab, wie die lokalen Wetterbedingungen sind. Wenn es lokal entsprechende Niederschläge mit hohen Temperaturen zusammenkommen, dann kann es überall in Deutschland zu zumindest kurzfristigen Mückenplagen kommen, sagt Dr. Lühken. Mücken sind übrigens in diesem Jahr nicht die einzige Plage - auch die Schwammspinnerraupe ist auf dem Vormarsch.

Wann mit Stich zum Arzt gehen?

Laut Dr. Lühken gibt es grundsätzlich keinen Grund zum Arzt zu gehen, nur wenn man von einer Mücke gestochen wurde. Das größte Risiko, das zurzeit noch in Zentraleuropa besteht, ist, dass man allergische Reaktionen gegen den Stich selbst bekommt. Hier kann es zu unterschiedlich schlimmen allergischen Reaktionen kommen, wie leichte Rötungen bis hin zu einem größeren Ausschlag. Was auch relativ häufig vorkommt, ist eine Sekundärinfektion in der Wunde des Stiches, weil man diesen aufgekratzt hat. Damit sollte man natürlich zum Arzt gehen.

Warum werden manche Menschen mehr gestochen als andere?

Die Mücken suchen ihre Wirte über unterschiedliche Mechanismen, erläutert uns Dr. Lühken. Der wichtigste Faktor ist dabei Kohlenstoffdioxid. Wir Menschen atmen Kohlenstoffdioxid aus und haben eine sogenannte Kohlenstoffdioxid-Wolke um uns. Die Mücken sind in der Lage diesem Gradienten des Kohlenstoffdioxidgehaltes um den Menschen zu folgen. Je höher der Gradient der Wolke ist, desto besser können Mücken den Duft riechen, diesem folgen und... häufiger stechen. Auch Menschen, die mehr schwitzen als andere, haben eine stärkere Tendenz dazu, gestochen zu werden.

Mythos „süßeres“ Blut ein Faktor?

Der Mythos, dass Menschen mit “süßerem“ Blut häufiger gestochen werden als andere, stimmt nicht, sagt Dr. Lühken. Der Grund liegt an der Zusammensetzung unseres Körpergeruches.

Tipps gegen Mücken

Wenn man im Hausumfeld die Mücken reduzieren möchte, dann sollte man vor allem offene Gewässer vermeiden. Deshalb sollte man zum Beispiel auf Regentonnen einen Deckel legen oder ein Netz darüber spannen, damit die Mücken ihre Eier nicht in das Wasser legen können. Im Allgemeinen sollte man auch offene Gefäße mit Wasser vermeiden, denn das sind die beliebtesten Brutplätze der Mücken und von diesen wird man im Hausumfeld am ehesten geplagt.

Weitere Infos zum Thema

Auch die asiatische Tigermücke plagt uns in diesem Sommer 2019 besonders. Sie überträgt viele gefährliche tropische Krankheiten, vor denen wir uns in Acht nehmen müssen.
Hier lesen Sie, ob ein milder Winter Einfluss auf die Mücken hat.
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Mücken auf der Arbeit

Auch auf der Arbeit können die kleine Biester ganz schon nerven und uns vom arbeiten abhalten. Einen noch größeren Einfluss hat die Temperatur auf unsere Leistungsfähigkeit. Das Besondere ist, das dies von Frau zu Mann unterschiedlich ist. Übrigens lassen wir unsere Sinne nicht nur von der Temperatur beeinflussen. zum Beispiel unser Geschmackssinn ist eine Komposition aus all unseren Sinnen. Selbst was wir hören lässt uns anders schmecken. Im August und September können Wespen zu unseren Plagegeistern werden. Egal ob für Zuhause oder Unterwegs gibt es ein paar Tipps, wie man sich am besten verhalten sollte.
   

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