Felix Mendelssohn Bartholdy

felix-mendelssohn-bartholdy © Wikipedia / Staatsbibliothek zu Berlin
Heute vor 210 Jahren wurde das Wunderkind der deutschen Romantik geboren. Wir widmen dem Komponisten heute ein Sonderprogramm.
Ob seine Bühnenmusik „Ein Sommernachtstraum“, Oratorien wie „Elias“ oder Kammermusik wie die Lieder ohne Worte – Felix Mendelssohn Bartholdys Musik gehört zu der meist gehörten Klassik. Seine Verdienste um die Musik liegen im Komponieren, Dirigieren und Konzertieren. Er war zudem maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Musik Johann Sebastian Bachs wiederbelebt wurde.

Kindheit

Felix Mendelssohn wurde am 3. Februar 1809 in Hamburg geboren, in der Großen Michaelisstraße 14. nahe des Michels und der Elbe. Er kam aus einer gut bürgerlichen jüdischen Familie. Sein Großvater war der berühmte Philosoph Moses Mendelssohn, der mit Lessing gut befreundet war und dem ein Denkmal gesetzt wurde in Lessings Drama „Nathan der Weise“.

Seine Kindheit verbrachte Felix jedoch in Berlin. Als er zwei Jahre alt war, zogen die Mendelssohns dorthin um, nachdem die napoleonischen Truppen Hamburg besetzten.

Ein Haus der Künste

Die Mendelsohns bezogen ein riesiges Haus in der Leipziger Straße, in dem später die berühmten „Sonntagsmusiken“ stattfinden sollten, private Konzerte, zu denen stets viele berühmte Persönlichkeiten erschienen.

Schon früh wurden die Mendelssohn-Kinder in zahlreichen Künsten geschult. Fanny und Felix besaßen ein herausragendes musikalisches Talent, und so bekamen sie zunächst von der Mutter Lea Klavierunterricht, die besonders die Musik Johann Sebastian Bachs liebte. Sie besuchten keine Schule, sondern wurden privat unterrichtet. Ein besonders berühmter Lehrer war der Komponist und Musikpädagoge Carl Friedrich Zelter, der Felix und Fanny Kompositionsunterricht erteilte. Sie wurden unter anderem auch an der Violine ausgebildet, erhielten Mal-, Fremdsprachen-, Tanz-, und Schwimmunterricht. Die Eltern überwachten die Ausbildung ihrer Kinder streng, und deren Alltag war eng getaktet.

Christliche Erziehung

Felix wurde später zum Mittler zwischen den Religionen. Zwar entstammte er einer jüdischen Familie, sein Vater bestand jedoch darauf, die Kinder zu taufen, als Felix sieben Jahre alt war. Im selben Jahr hatte das preußische Finanzministerium kundgetan, dass die Deutschen bemüht sein sollten, die Juden „möglichst unschädlich zu machen…Solange der Jude aber Jude bleibt, kann er keine Stellung im Staate einnehmen.“ Da Juden zu dieser Zeit also unter vielen Nachteilen im Deutschen Bund zu leiden hatten, schien es für die Familie Mendelssohn sinnvoll, zum Christentum zu konvertieren. Fortan trugen sie den Doppelnamen Mendelssohn Bartholdy.  

Ein Wunderkind

Sein öffentliches Debüt am Klavier gab Felix mit neun Jahren, im Alter von elf Jahren komponierte er innerhalb kürzester Zeit über 60 Werke; unter anderem Singspiele, Klavierstücke, Lieder, Sonaten für Violine und Klavier sowie Streichersinfonien.

Im Alter von elf Jahren komponiert: Das Singspiel „Die beiden Pädagogen“



Mit 17 Jahren dann komponiert Felix Mendelssohn Bartholdy die Ouvertüre zum Sommernachtstraum, die er zwanzig Jahre später, als er den gesamten Sommernachtstraum Shakespeares vertonte, auch darin beibehielt.

Europareisen

Nach seinem bestandenen Abitur reist der junge Felix Mendelssohn Bartholdy durch europäische Länder wie England, Italien und Frankreich. Währenddessen entstehen berühmte Werke wie seine schottische oder die italienische Sinfonie sowie die Hebriden-Ouvertüre.

Besonders in England erfreute Felix sich großer Berühmtheit. Sogar Queen Victoria zählte zu den Bewunderern Mendelssohns, und häufig reiste er in seinem Leben nach England, um für sie Privatkonzerte zu geben.


Erste feste Anstellung

Einige Jahre über weigerte sich Mendelssohn Bartholdy, eine feste Anstellung zu nehmen. Seinen ersten offiziellen Posten nimmt Felix Mendelssohn im Alter von 24 Jahren in Düsseldorf an. Dort wird er Generalmusikdirektor, bleibt jedoch nur zwei Jahre, bis er vom Gewandhaus  in Leipzig abgeworben wird.

Kapellmeister im Leipziger Gewandhaus

Hier feiert Mendelssohn Bartholdy seine größten Erfolge. Dieser Stadt blieb er sein Leben lang treu. ER wurde später zum Ehrenbürger der Stadt ernannt, und in der Thomaskirche ehrte ihn mit einem Fenster mit seinem Abbild. In Leipzig gründete er 1843 die erste Musikhochschule Deutschlands; das Leipziger Konservatorium. Während er als Kapellmeister arbeitete, hatte er gleichzeitig einen Posten als Preußischer Generalmusikdirektor in Berlin inne. In dieser Zeit entstanden berühmte Werke wie sein Violinkonzert in e-moll oder sein Oratorium „Elias“.


Früher Tod

Der Tod seiner geliebten Schwester Fanny war ein einschneidendes Ereignis im Leben Felix Mendelssohn Bartholdys. Er zog sich daraufhin aus der Öffentlichkeit zurück und erlitt wenige Monate später selbst mehrere Schlaganfälle. Nach dem letzten fiel er in ein Koma und verstarb am 4. November 1847 im Alter von nur 38 Jahren.

Sonderprogramm zum Geburtstag

Zu seinem heutigen Geburtstag hören Sie hier im Programm bei Klassik Radio die gesamten Tag über Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Ab 18 Uhr hören Sie in voller Länge Mendelssohn Bartholdys Lobgesang-Sinfonie in voller Länge in einer Einspielung der Heidelberger Sinfoniker unter der Leitung von Thomas Fey.

Mehr Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy finden Sie auch in unserer App Klassik Radio Select. Dort haben wir dem herausragenden Komponisten der Romantik einen eigenen Channel gewidmet.

   

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