Film-Legende Artur Brauner tot

Produzent „Atze“ gestorben

film-legende-artur-brauner-tot © Youtube / matz kap
Er produzierte Romy-Schneider-Dramen und Karl May-Western. Im Alter von 100 Jahren ist der Filmproduzent Artur Brauner gestorben.

Acht Jahrzehnte Filmarbeit

Artur Brauner war einer der bekanntesten deutschen Filmproduzenten.

„Ich  mache die Unterhaltungsfilme, um mir die anderen leisten zu können“ hatte Filmproduzent Artur Brauner einst gesagt. Mit Unterhaltungsfilmen wurde der deutsch-polnische Filmproduzent berühmt. Zu seinen berühmtesten Arbeiten gehören die Karl-May-Verfilmungen mit Pierre Brice und Lex Barker, sowie die Dr. Mabuse-Filmreihe der 60er Jahre.

Er ließ Monumental-Epen wie die Fritz-Lang-Filme „Der Tiger von Eschnapur“ oder „Das indische Grabmal“ entstehen, genauso wie viele Heimatfilme, die nach dem Zweiten Weltkrieg gedreht wurden.



Artur „Atze“ Brauner

Artur Brauner war eine schillernde Gestalt der Berliner Society, wo er unter dem Spitznamen „Atze“ bekannt war. Er investierte in Immobilien,

 

Filme gegen das Vergessen

Insgesamt produzierte Brauner in seinem Leben hunderte von erfolgreichen Filmen. Am Herzen lagen ihm aber die Filme, mit denen er sich mit seinem Lebensthema auseinandersetzen konnte: der Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus.

Der 1918 in Polen geborene Brauner war als Jude während des Nationalsozialismus der Verfolgung ausgesetzt. Während Brauner sich in die Sowjetunion retten konnte und sich über fünf Jahre lang in Wäldern versteckte, starben 49 seiner Verwandten in Konzentrationslagern.

Nach dem Kriegsende wollte Brauner jedoch nicht nach Hollywood, um Filme zu machen, sondern ließ sich 1946 in Berlin nieder.
 

„Wenn ich überlebe, muss ich die Opfer lebendig machen“

Obwohl der große Erfolg Brauners mit leichten Unterhaltungsfilmen kam, gehört zu einer seiner ersten Produktionen das KZ-Flüchtlingsdrama „Morituri“ (1948), in dem Brauner eigene Erlebnisse verarbeitete.

In den letzten Jahrzehnten seines Lebens widmete er sich vorwiegend Filmen zur Aufarbeitung der NS-Zeit, wie mit dem Film „Die weiße Rose“ (1982). In den 90er Jahren erlebte Brauner seine zweite Hochphase des Erfolgs mit dem Film „Hitlerjunge Salomon“, mit dem er einen Golden Globe gewann.  

Artur Brauner Stiftung

Im Jahr 1991 entstand die Artur Brauner Stiftung, welche sich für die Verständigung zwischen Juden und Christen einsetzt und Filme produziert, die dieses Anliegen fördern.

Mehr aus der Welt des Films

Eine weitere Legende aus der Film- und Opernwelt ist kürzlich verstorben: Der italienische Opern- und Filmregisseur Franco Zefirelli stirbt im Alter von 96 Jahren.

   

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