Friedensnobelpreis geht an Welternährungsprogramm

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Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an das Welternährungsprogramm (WFP). Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt.
Immer wird im Vorfeld wild spekuliert, wer den Friedensnobelpreis erhält, am 09. Okotber 2020 um 11:00 Uhr wurde der Preisträger in Oslo bekannt gegeben.

Preisträger und Begründung

Das Komitee entschied sich für das World Food Program der Vereinten Nationen. Als Begründung nannte es die Bemühung Hunger zu bekämpfen, für den Beitrag die Friedenssituation in Konflikt-gebeutelten Gebieten zu verbessern. Hunger dürfe Krieg und Konflikten nicht als Waffe dienen und hier habe die UN-Organisation als treibende Kraft versucht, dagegenzusteuern.

Die Arbeit des Welternährungsprogramms

2011 hat es zum Beispiel über 99 Millionen Menschen in 75 Ländern mit Ernährungshilfe unterstützt. Dabei geht es unter anderem um die Versorgung mit Nahrungsmitteln nach Naturkatastrophen oder in Kriegsgebieten. Dazu kommen Entwicklungsprogramme: 25 Millionen Kinder im Jahr in 60 Ländern erhalten Schulspeisung. Es ist die wichtigste Einrichtung der Vereinten Nationen im Kampf gegen Hunger.

Verleihung im Dezember

Die Verleihung der Nobelpreise findet am 10. Dezember statt, dem Todestag Alfred Nobels. Die Nobelpreise sind in diesem Jahr pro Kategorie mit rund 950 000 Euro dotiert.  

Ehemalige Preisträger

Einer der ersten Friedensnobelpreisträger war der ehemalige US-Präsident Theodore Roosevelt, weil er im Jahr 1905 Frieden zwischen Russland und Japan vermittelte. Der französische Arzt Albert Schweitzer bekam den Preis für die Gründung eines Tropenkrankenhauses in Afrika. Für seinen Kampf für Gleichheit und seine berühmte Rede mit den noch berühmteren vier Worten „I Have a Dream“ wurde Martin Luther King ausgezeichnet. Deutschlands ehemaliger Bundeskanzler Willy Brandt wurde ebenfalls prämiert, und zwar für seine Entspannungspolitik in Richtung Osten.

Nelson Mandela bekämpfte in Südafrika die Apartheid. Mutter Teresa brachte ihre Botschaft von Frieden und Liebe in die ganze Welt. 2012 wurde die EU dafür ausgezeichnet, dass sie seit Jahrzehnten für friedlichere Zeiten in Europa sorgt. Der vielleicht umstrittenste Friedensnobelpreis der letzten Jahre ging 2009 an den damaligen US-Präsidenten Barack Obama nach nur einem Jahr im Amt. Zitat Obama: „Ich bin überrascht und ehrlich gesagt fühle ich mich noch nicht würdig zwischen all diesen großen Preisträgern.“

(A. Baumgart)
   

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