Friedrich Nietzsche der Komponist

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“

friedrich-nietzsche-der-komponist © Nietzsche um 1875
Man kennt Ihn als Philosophen und Literaten, Friedrich Nietzsche. Eine neue Ausstellung in Weimar soll das Phänomen Nietzsche beleuchten, zu dem unbedingt dazu gehört, dass Nietzsche auch komponiert hat.
„Die Meisten wissen gar nicht, dass er auch selbst komponiert hat, dass er sich mit der Musik beschäftigt hat.“, so Evelyn Liepsch, Kuratorin der Ausstellung „Nietzsche Komponiert“ in Weimar. Im Goethe-und Schiller-Archiv kann man einen Blick auf seine Kompositionsschriften werfen. Darunter befinden sich überwiegend Klavierwerke, aber auch Tänze und symphonische Dichtungen. Da Nietzsche meist keine orchestrierten Kompositionen schrieb bezeichnete er sich selbst als verunglückten Orchestristen.

Wie Nietzsche zum Musiker wurde…

Mit vier Jahren hat Nietzsche seinem Vater beim Klavier spielen zugehört. Danach lässt er sich zu verschiedenen Anlässen Kompositionslehren schenken. Außerdem lernt er Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann und viele andere Komponisten in ihren Kompositionen kennen. Bereits als Kind spielt er schon Klavier. Durch das eigenständige Erlernen von verschiedenen Kompositionstechniken durch die Werke anderer Komponisten, kann man diese Komponisten folglich auch in seinen Werken wiederfinden. Die ersten Kompositionen hat er bereits mit neun Jahren geschrieben, seine letzten mit 40 Jahren. Die spätesten Kompositionen sind jedoch bereits Rückgriffe auf bereits Komponiertes.

Die Musik ein Ausgleich 

Zum Ausgleich zu seiner Arbeit, nutzt er die Musik um seinen Kopf freizubekommen. Die musikalischen und melodischen Äußerungen dienen ihm, seine Gedanken in verschiedene Richtungen formulieren zu können. Das besondere an seinen Werken ist, dass sie vom Klavier fürs Klavier geschrieben wurden. Es gibt viele Fassungen für zwei Spieler, die er dann auch mit seinen Freunden gespielt hat, oder, welche seinen Freunden gewidmet wurden. Größtenteils waren seine Improvisationen an Klavierabenden ein voller Erfolg und unvergesslich. Ihm ging es hier viel um das gemeinsame Musizieren. Sein letztes Werk, „Gebet an das Leben“, wurde von Heinrich Köselitz orchestriert.

Nietzsches Lieblingsmusik

Nietzsche hörte gerne Wagner, ebenso wie die fröhliche, leichte Musik von Heinrich Köselitz. Außerdem besuchte er mindestens 20 Mal die Oper Carmen von Georges Bizet.

Zur Ausstellung Nietzsches

In der Ausstellung in Weimar steht Nietzsche als Komponist und Musikliebhaber im Vordergrund. „Die Musik war unwahrscheinlich wichtig für ihn“, so Evelyn Liepsch, Kuratorin der Ausstellung „Nietzsche Komponiert“ in Weimar. Er sagte: „Einmal alles Denken und Sinnen hinter mir lassen, sich nur der Musik widmen, das ist wichtig.“ Seine Handschriften bilden ungefähr 50 Kompositionen, unter welchen sich sowohl Skizzen, als auch Fragmente befinden. Insgesamt sind das ca. 400 Blatt Manuskripte, die dort aufbewahrt werden. An den Hörstationen kann man die Kompositionen aus Nietzsches Klaviermusik nachhören. Ebenso wird ein Konzert mit seinen Werken stattfinden. Die Ausstellung bietet somit einen guten Rundumblick zu Friedrich Nietzsche der Komponist. Nicht nur in der Theorie in seinen Kompositionshandschriften, sondern auch als Praxis zum hören…
   

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