Gibt es bald keine Bäcker mehr?

In den letzten 10 Jahren haben 30 % der Bäckerbetriebe geschlossen

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Jedes Jahr werden pro Haushalt ganze 44 Kilo Brot gegessen. Kein Wunder, denn wir Deutsche lieben Brot. Zwischen ganze 3.200 Brotsorten können wir mittlerweile wählen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Erschreckend kommt da die Nachricht, dass in den letzten 10 Jahren um die 30 % der Bäckerbetriebe schließen mussten. Wenn das so weiter geht könnte es sein, dass wir bald keinen Bäcker mehr um die Ecke haben. Gibt es keine schönen Auslagen mehr, auch keine Empfehlungen und auch der kurze Plausch mit dem Verkäufer ist nicht mehr möglich. Michael Wippler, Präsident vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V., gibt da aber Entwarnung. „Definitiv Nein! Dass die Zahlen der Bäckereien sinken, ist eine Entwicklung und Ausdruck des Strukturwandels unserer gesamten Gesellschaft. Aber Gott sei Dank es gibt viele Kunden, die die Backwaren aus dem Handwerksbetrieb außerordentlich schätzen. Deshalb gibt es auch eine sichere Zukunft für die Bäcker.“

Supermärkte und größer Auflagen schließen Bäckereien

Das Ganze ist ein Konzentrationsprozess. Wo die Menschen früher noch zum Metzger, Bäcker oder Gemüseladen um die Ecke gingen, gehen heute viele in den Supermarkt, wo alles an einem Ort angeboten wird. Dadurch mussten viele Geschäfte ihre Pforten schließen. Doch auch die gestiegen Auflagen sind ein Problem, wodurch sich kleine Betriebe finanziell nicht mehr lohnen.


Mangelnder Nachwuchs

Das dritte große Problem ist der Mangel an Nachwuchs. Immer weniger junge Menschen streben einen handwerklichen Beruf an. Der Trend zu Akademisierung und das damit verbundene Gefühl „ohne Abitur habe ich kein glückliches Leben“ sind nicht gerade förderlich. Außerdem natürlich der demographische Wandel, weniger junge Menschen kommen zurzeit auf den Arbeitsmarkt. Im Jahr 2018 ging der Nachwuchs bei der Ausbildung zum Bäcker im Vergleich zu 2017 um 5 % zurück und bei dem Bäckereifachverkäufer um ganze 10 %.

Das Schöne am Beruf Bäcker

„Der Bäckerberuf hat sehr viele schöne Seiten. Wenn sie alleine an die handwerklich hergestellten Backwaren denken, angefangen vom Brot, Kuchen und Torten, dann kann man damit viele Menschen glücklich machen. Und man hat ein unglaubliches Erfolgserlebnis, wenn man die Ofentür öffnet und es lachen einen hunderte Brote an, die goldbraun gebacken sind“, sagt Michael Wippler, der seinen eigenen Betrieb führt, den einst sein Großvater gegründet hat.

Woran erkenne ich ein gutes Brot?                  

Natürlich hat jeder einen eigenen Geschmack und muss individuell entscheiden, was ihm schmeckt. Grundsätzlich kann man sagen, dass ein gutes Brot einen allein von der Optik her ansprechen muss. Zudem muss es gut ausgebacken und fachlich einwandfrei hergestellt sein, darf nicht krümeln oder kleben.
   

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