Goodbye Sir Sean Connery

Ein Rückblick auf einen der größten Schauspieler der Geschichte

goodbye-sir-sean-connery © Mieremet, Rob / Anefo/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/nl/deed.en
«Ich werde ihn vermissen. Schottland wird ihn vermissen. Die Welt wird ihn vermissen»“. Das sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon am Wochenende zum Tod von Sean Connery. Der Schauspieler ist im Alter von 90 Jahren gestorben.
Wohin man auch blickte am Wochenende; man las wehmütige, aber auch bewundernde Nachrufe auf ihn: “Sean Connery war einer der besten Filmschauspieler der Geschichte – und auf jeden Fall der lässigste”, schrieb z.B. der SPIEGEL.
Er war mal Milchmann, LKW-Fahrer, Aktmodell, Bodybuilder und Sargpoliteur. Und natürlich der für viele beste Bond aller Zeiten.

Sean Connery war ein Mann der Gegensätze: spendete seine Gage für wohltätige Zwecke - klagte sie aber vorher gern bei Filmfirmen ein. Er war mit Leib und Seele Schotte, trug gerne Kilt und hat seine Autobiographie „Being a Scot“ genannt - lebte jedoch auf den Bahamas, wo er nun auch gestorben ist.

Ein zufälliger Karrierestart

Bond-Produzent Albert Broccoli hätte am liebsten seinen Freund Cary Grant als ersten 007-Darsteller besetzt. Der in England geborene Hollywoodstar lehnte allerdings ab. Und so wurde dann der Schotte Sean Connery verpflichtet, der Welten vom Londoner Establishment entfernt war. Sieben Mal spielte Connery den britischen Geheimagenten, von 1962 bis 1983.

Kein Freund von Bond

Sean Connery hatte eigentlich schon nach «Goldfinger» die Nase voll von 007. Er stand für zwei weitere James-Bond-Filme unter Vertrag und hatte klare Forderungen, wie er für diese Tortur entschädigt werden sollte. «Ich will so viel Geld wie möglich”, verkündete der Schotte 1965 in der «New York Times. »Und ich will die Filme möglichst schnell drehen, damit ich andere Sachen einschieben kann, die mir mehr bedeuten». 

Was er auch immer wieder getan hat. In der Rolle eines Königs fühlte sich der schottische Sturkopf sehr wohl und spielte diese Rolle ein halbes Dutzend Mal. Oft war er auch der ältere Lehrmeister oder weise Mentor, im Fantasy-Film Highlander oder an der Seite von Harrison Ford als Vater von Indiana Jones.
Er spielte in Umberto-Eco-Romans «Der Name der Rose» mit und gewann einen Oscar für die Nebenrolle als erfahrener Polizist im Gangsterfilm «Die Unbestechlichen».

Idolen Leben einhauchen

„Er hat keine Mutter. Er hat keinen Vater. Er kommt nicht von irgendwoher und war nirgendwo gewesen, bevor er 007 wurde “, sagte Sean Connery mal zur Figur des James Bond. "Also musste ich einem Idol Leben einhauchen." Und genau das machte er so brillant: fiktiven Figuren Leben einhauchen und sie zu echten Männern machen.

In der Cinemashow mit Florian Schmidt am 05. November 2020 von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr werden wir Sean Connery noch einmal gedenken.

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(F. Schmidt)
   

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