Heute ist Int. Linkshändertag

Erziehung oder genetische Faktoren?

heute-ist-int-linkshändertag © Fotolia_Gajus
Heute ist Tag der Linkshänder - angeblich sind sie äußerst intelligent, introvertiert und kassieren 50 Prozent mehr Strafzettel als andere - stimmt das?

Internationaler Linkshändertag 2018

Schätzungen zufolge sind es etwa 10 Prozent bis 15 Prozent der Deutschen, die primär ihre linke Hand im Alltag nutzen. Der Anteil der Personen, die beide Hände zu gleichen Teilen nutzen, beträgt sogar lediglich 2 Prozent.

Der "Pfad der linken Hand"

Schon seit Jahrtausenden beschäftigen sich Menschen mit dem Phänomen der Links- und Rechtshänder. Der griechische Philosoph Platon beispielsweise vertrat die Ansicht, dass die Händigkeit das Ergebnis von Erziehung sei. Im Mittelalter wurden übersinnliche Praktiken unter dem Begriff des „Pfades der linken Hand“ zusammengefasst und mit dem Teufel in Verbindung gebracht. In vielen Ländern dieser Erde gilt die linke Hand heute nach wie vor als „unrein“.

Das Linkshänder-Gen?

Die moderne Forschung versuchte mitunter, die Händigkeit durch die Suche nach einem bestimmten Gen zu erklären. "Doch neueste Erkenntnisse zeigen, dass die Händigkeit wohl nur zu 25 Prozent von genetischen Faktoren abhängt und vor allem durch die Eltern, das kulturelle Umfeld und Stress bei der Geburt beeinflusst wird", sagt Dr. Sebastian Ocklenburg, Privatdozent für Biopsychologie der Universität Bochum. Zum heutigen Linkshändertag haben wir mit ihm gesprochen. Klischees, wie erhöhte Intelligenz oder mehr Kreativität konnten sich bei den Untersuchungen nicht bewahrheiten.

Drastische Maßnahmen bis in die 70-er.

Obwohl Menschen nichts für ihre Händigkeit können, wurden Linkshänder bis in die 70er Jahre hinein zur Rechtshändigkeit umerzogen. Heute weiß man, dass das mit negativen Folgen für die Betroffenen einherging.

Sinnvoll: Training der schwächeren Hand

Wissenschaftler raten dennoch dazu, beide Hände zu trainieren und auch mal Alltagssachen wie Zähneputzen mit der schwächeren Hand zu erledigen. Die Vorteile ergeben sich hierbei in der Verknüpfung neuer Nervenbahnen aber auch beim Sport und dem Musizieren. Studien besagen, dass der Anteil an Linkshändern unter den Musikern sogar an die 20 Prozent bis 40 Prozent. beträgt – denken wir hierbei nur an Größen wie Paul McCartney, Glenn Gould oder Daniel Barenboim.


   

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