Heute vor 225 Jahren: Louvre wird zum Museum

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Während der Französischen Revolution wird heute vor 225 Jahren der Louvre der Öffentlichkeit zugänglich.


Eine Schutzburg für die Könige

Der Name des Louvre leitet sich wahrscheinlich aus dem lateinischen „luperia“ ab und könnte mit „Wolfsbau“ übersetzt werden. Ursprünglich wurde der Louvre  im 12. Jahrhundert als kompakte Festung zum Schutz des rechten Seineufers gebaut.

Ab 1515 wird diese Schutzburg als Pariser Residenz für die französischen Könige ausgebaut. Ihre Größe dehnt sich im Laufe der Jahrzehnte immer mehr aus; mit jedem neuen König werden neue Gebäude hinzugefügt mit Sälen, Flügeln und Galerien. Noch unter Sonnenkönig Ludwig XIV. finden späte Erweiterungen statt.

Die Kunst zieht ein

Als die königliche Residenz 1682 ins Prachtschloss Versailles verlegt wird, ruhen die Bauarbeiten für mehr als hundert Jahre und der Bau verwahrlost. Die Stadt Paris übernimmt das Gebäude, Läden und Cabarets siedeln sich an. In die Königsgemächer zieht auch die Gelehrtengesellschaft Académie française ein, in anderen Teilen leben wiederum die Künstler selbst oder nutzen die Säle als Arbeitsräume.

Die Kunst findet auch Einzug in den Louvre, da die Könige den Louvre als Depot für ihre Kunstwerke der königlichen Sammlung nutzen. Vor allem unter Kardinal Richelieu, der unter Ludwig XIII. Minister ist, und unter Ludwig XIV. wird eine große Privatsammlung auf Staatskosten aufgebaut.

Kunst für alle

Diese königlichen Kunstsammlungen sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, was in der Zeit der Französischen Revolution auf große Kritik stößt. Durch ein Dekret wird der Louvre zum ersten öffentlichen Museum Frankreichs erklärt, in dem bedeutende Werke aus Kunst und Wissenschaft gesammelt werden sollen. Die Kunstschätze des Königs und des Adels werden dem Volk übereignet und sollen im Louvre zusammengetragen und für jeden zugänglich sein. Zu diesem Zeitpunkt sind viele Kunstschätze allerdings bereits geplündert und verkauft.

Eröffnung 1793

Ein Jahr nach Abschaffung der Monarchie wird schließlich am 8. November 1793 der Louvre von Frankreichs Revolutionstribunal als „Zentrales Kunstmuseum der Republik“ eröffnet.

Auch viel Beutekunst aus den Feldzügen Napoleon Bonapartes sollte den Weg in den Louvre finden. Unter Napoleon I. werden – nach einer hundertjährigen Baupause – die Arbeiten am Louvre fortgesetzt. Die ansässigen Künstler, die den Louvre bewohnten und auch die Händler, müssen das Gebäude verlassen. Mit Napoleon I. bezieht auch wieder ein Herrscher den Louvre.

Napoleon I. stiftet dem Museum ein Bild, das heute täglich von Tausenden Besuchern im Louvre umlagert wird und einst über seinem Schlafzimmer hing: die berühmte Mona Lisa von Leonardo da Vinci.

Nachdem Napoleon I. mit seinen Truppen endgültig geschlagen wird, fordern die Siegermächte ihre Kunstschätze zurück, von über 5000 geraubten Reliquien blieben noch etwa 1000 im Louvre. Die Kunstsammlung wuchs dennoch durch Ankäufe und Schenkungen stetig weiter.

Die heutige Form des Louvre

Der Louvre, wie wir ihn heute kennen, wird von Napoleon III. vollendet. Als er als Präsident der Republik in den Elysée-Palast zieht, ist es schließlich mit dem Louvre als Zentrum der weltlichen Macht vorbei.

Die Glaspyramide als neuer Eingangsbereich – eines der Wahrzeichen Paris‘ -  wird allerdings erst 1989 eröffnet. Entworfen wurde die Pyramide vom chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei.
   

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