Hochzeit und ihre Traditionen

Spannende Mythen

hochzeit-und-ihre-traditionen © Fotolia_pure-life-pictures
Im Juli finden statistisch gesehen die meisten Hochzeiten statt. 58757 Eheschließungen gab es im Juli 2017. Wir haben uns mit den größten Traditionen und ihren Ursprüngen beschäftigt.
In Zwei Wochen ist es für unsere Kollegin Svenja Sellnow soweit, sie wird vor den Traualtar treten. Grund genug, uns mit den größten Traditionen rund um Hochzeit und ihren Ursprüngen zu befassen.

Eheringe

Der Ring ist ein Symbol für die Unendlichkeit, ohne Anfang und Ende. Schon in der Antike gab es den Brauch der Ringe. Bei den Ägyptern, Römern und Griechen galt der Ring als Zeichen für Reichtum und Versprechen zweier Menschen. Die Übergabe galt damals aber noch als Anzahlung auf die Hochzeit anstelle eines Symbols für die Liebe.
Die Tradition der Römer wurde von den Christen übernommen und fand somit seinen Weg in die Kirche.

Links oder rechts?

In Deutschland, Norwegen, Litauen und auch in anderen osteuropäischen Nationen wird der Ehering rechts getragen. Diese Tradition stammt unter anderem aus der Bibel, in der es heißt, das Gute gehe von der rechten Seite aus. In vielen westlichen Ländern und katholischen Regionen, z.B. auch in England wird der Ehering links getragen. Denn in der Antike galt der Glaube, dass das Herz nach links zeige und die linke Hand somit näher am Herzen sei.

Aberglauben rund um die Ringe

  • Auf der Suche nach den richtigen Eheringen dürfen Braut und Bräutigam einem Aberglauben nach nicht die Ringe anderer Paare zur Probe anstecken. Dies soll zur Untreue führen.

  • Lässt der Bräutigam den Ring am Hochzeitstag aus Versehen fallen, drohe ihm eine streitreiche und unharmonische Ehe.

  • Fallen die Eheringe während der Zeremonie herunter, darf das Brautpaar sich laut Aberglauben nicht danach bücken. Das bringe Unglück. Diese Aufgabe sollten Gäste, Trauzeugen, Pastoren, Priester oder Messdiener übernehmen.

  • Wenn der Bräutigam während der Trauzeremonie den Ring plötzlich nicht mehr über den Finger seiner Liebsten schieben kann, wird sie laut Mythos die dominante Rolle in der Ehe übernehmen. Setzt der Bräutigam seiner Herzdame den Ring während der Trauzeremonie problemlos auf, wird er in der Ehe das Zepter in der Hand halten.

Der Brautvater führt die Braut zum Altar

Eigentlich eine schöne Geste, dass der Brautvater seine Tochter in die Hände des neuen Mannes gibt. Einen ganz so romantischen Ursprung hat die Tradition aber nicht. In noch patriarchalen Zeiten galt die Frau als Besitz des Mannes. Und sie wechselte mit der Hochzeit quasi den Besitzer und stand ab sofort unter der Herrschaft ihres Ehemannes.

Das Brautkleid

Brautkleider in Weiß, dem Symbol der Reinheit und der Unschuld, gibt es erst seit dem Ende des 17. Jahrhunderts. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich Schwarz als absolute Trendfarbe. Außerdem war es ziemlich praktisch, weil ein schwarzes Brautkleid auch zu anderen Anlässen, wie einer Beerdigung getragen werden konnte. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde in Frankreich erstmals ein weißes Kleid vorgestellt, das speziell für die Hochzeit kreiert worden war. Spätestens nach der Märchenhochzeit von Prinzessin Elisabeth von Bayern alias Sisi im Jahr 1854 war klar: Die modische Braut trägt Weiß!

Der Bräutigam darf das Kleid nicht vor der Hochzeit sehen

Früher dachte man, dass Dämonen in Anwesenheit des Mannes böse Blicke auf die Braut werfen könnten. Deshalb trugen auch die Brautjungfern oft ganz ähnliche Kleider, damit die teuflischen Kräfte die Braut nicht von ihnen unterscheiden konnte.

   

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