"Ich ziehe in den Wald!"

Autor Wolfgang Büscher lebte ein halbes Jahr im Wald

ich-ziehe-in-den-wald © holetree
In den Wald zu gehen ist gesund. In manchen Ländern, wie beispielsweise Japan, ist es deshalb schon seit Jahrzehnten ein fester Teil ganzheitlicher Gesundheitsvorsorge. Auch hier bei uns in Deutschland erfreuen sich Waldspaziergänge, nicht zuletzt auch unterstützt durch die aktuelle Situation, wachsender Beliebtheit.
Der Autor, Journalist und Fernwanderer Wolfgang Büscher hat vergangenes Jahr direkt 6 Monate allein in einer Hütte im Wald verbracht und im Gespräch mit Klassik Radio hat er uns etwas über dieses besondere Erlebnis erzählt.

Lebensumständ

Büscher hat seine Zeit im Wald in einer kleinen Forsthütte verbracht, in der es weder elektrischen Strom, noch fließendes Wasser oder eine Heizung gab. Sie sei eigentlich gar nicht dafür ausgelegt, eine längere Zeit zu verbringen. Das sei ihm vorher aber durchaus bewusst gewesen, man hatte ihn sozusagen gewarnt. „Ich habe einen Gaskocher, eine Pfanne und ein kleines Solarmodul mitgebracht, um mir morgens ein Ei machen und meine Handy aufladen zu können. Das war der einzige kleine Luxus, der dann aber im Prinzip auch gar nicht so luxuriös war.“, erzählt Büscher. Geschlafen habe er auf einem mitgebrachten Feldbett.

Einsamkeit

Ein halbes Jahr ganz alleine im Wald zu verbringen klingt für die meisten wahrscheinlich erstmal unheimlich und einsam. Büscher hingegen sei am Anfang sogar noch besorgt darüber gewesen, dass Menschen ihn und seine Hütte im vorbeispazieren zu leicht entdecken könnten. Als er seine Bedenken dem Förster mitteilte, versicherte der ihm darauf lachend, dass er hier mit Ausnahme der Waldarbeiter keinem Mensch über den Weg laufen würde. Damit sollte er auch Recht behalten. Büscher genoss diese Zeit alleine in der Natur: „Jeden Tag eine halbe Stunde Holz hacken, Abends 3 Stunden auf dem Hochsitz verbringen und am offenen Feuer vor der Hütte den Tag ausklingen lassen – das hat schon alles was.“ Fernab des Straßenlärms, Holzhacken und Feuermachen...Erfahrungen, die er auch in einem Buch festgehalten hat.

Positiver Effekt

Tatsächlich geht in vielen Bereichen der Trend wieder in den Wald. Das sogenannte „Waldbaden“ gewinnt mehr und mehr an Aufmerksamkeit. Auf Usedom ist außerdem im Sommer der "erste europäische Kur- und Heilwald" entstanden und medizinische Tests haben ergeben, dass bereits eine Stunde im Wald dabei helfen kann, Anspannungen im Körper zu lösen, zur Ruhe zu kommen und Stress abzubauen. Mehr dazu in unserem Artikel zum Thema „Waldbaden“.

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(N.Meier)
   

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