In Gedenken an Luciano Pavarotti

Luciano Pavarotti wäre heute 85 Jahre alt geworden

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Der italienische Opernsänger Luciano Pavarotti gilt als einer der bedeutendsten Tenöre aller Zeiten. Er war aber auch über die Grenzen der Klassik hinaus bekannt, beispielsweise als Duettpartner vieler Pop-Künstler.

Ein Leben mit Musik

Pavarotti, geboren im Jahr 1935, wuchs als Sohn einer einfachen Arbeiterfamilie in der norditalienischen Stadt Modena auf. Sein erster Berufswunsch war Lehrer, da er, obwohl er im Chor der Stadt aktiv war, den Beruf des Sängers wegen Nervositätsproblemen zunächst nicht in Erwägung zog. Im Alter von 21 Jahren jedoch wagte er den Schritt und begann ein Studium des klassischen Gesangs, das er sich mit der Arbeit als Versicherungsvertreter finanzierte.

1961 debütierte Pavarotti in seiner späteren Paraderolle des Rodolfo in Puccinis „La Bohème“ am Opernhaus von Reggio nell’ Emilia und belegte den ersten Platz in einem Gesangswettbewerb. So bekam er die Gelegenheit für einen Auftritt in seiner Heimatstadt, der live im italienischen Fernsehen übertragen wurde. Daraufhin folgten Einladungen von weiteren italienischen und internationalen Opernhäusern. Dazu zählten unter anderem die Wiener Staatsoper, das Royal Opera House Covent Garden und die Metropolitan Opera in New York. Diesen Erfolgen schlossen sich internationale Tourneen und sein Debüt als Regisseur an der Oper von Venedig im Jahr 1988 an.

Abschied von der Bühne

Im Jahr 2004 machte Pavarotti das Ende seiner Bühnenkarriere bekannt, blieb aber weiterhin als Konzertsänger aktiv. Seine große Abschiedstournee im folgenden Jahr musste er allerdings aufgrund seiner Krebserkrankung abbrechen und seinen letzten großen Auftritt hatte er bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin. Dort soll er allerdings aufgrund seiner fortgeschrittenen Krankheit bereits nicht mehr live, sondern mit Playback gesungen haben.

2007 starb Pavarotti im Alter von 71 Jahren zu Hause in Modena an den Folgen seiner Krebserkrankung. In den Tagen nach seinem Tod nahmen rund 100.000 Menschen an seinem offenen Sarg im Dom San Geminiano in Modena persönlich von ihm Abschied.

Die drei Tenöre

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Italien 1990 trat Luciano Pavarotti erstmals zusammen mit Plácido Domingo und José Carreras als „Die drei Tenöre“ auf. Die Übertragung des Auftritts erreichte rund eine Milliarde Zuschauer weltweit und markiert den Anfang seines Erfolgs als internationaler Superstar auch außerhalb der Opern- und Konzerthäuser der Klassik. Die Gage für den Benefizauftritt spendeten die drei jeweils für einen guten Zweck ihrer Wahl.



Mit den „Drei Tenören“ trat Pavarotti auch bei nachfolgenden Fußball-Weltmeisterschaften wieder auf, spielte Konzerte weltweit und nahm mehrere Alben auf, die international große Erfolge feierten. Allein ihr erstes Album verkaufte über 7,2 Millionen Tonträger.

Über die Grenzen der Klassik hinaus

Pavarotti trat regelmäßig nicht nur mit klassischem Repertoire auf, sondern unter dem Titel „Pavarotti & Friends“ auch als Duettpartner verschiedenster Künstler aus der Rock- und Popmusik. Dazu zählten unter anderem James Brown, Eric Clapton, Tracy Chapman, Queen, U2, Bryan Adams, Elton John, George Michael und noch viele mehr. Einige dieser Konzerte veranstaltete er mit aktuellen Bezügen auch als Benefizkonzerte für einen guten Zweck.

Pavarotti gilt außerdem als der erste Klassikkünstler, dessen CDs Einzug in die Pop-Hitparaden der Zeit hielten und auch von den Verkaufszahlen her mit Alben aus dem Bereich der Popmusik konkurrieren konnten. Während seiner Karriere verkaufte er insgesamt mehr als 26,3 Millionen Tonträger.

(N. Meier)
   

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