Kennen Sie schon „Waldbaden“?

Der perfekte Stresskiller aus Japan

kennen-sie-schon-„waldbaden“ © Sonne_Wald_Licht_Baum_Fotolia_Jürgen Fälchle
Wer in den Wald geht, tut etwas für die Gesundheit. In Japan zählt es schon seit Jahrzehnten zur ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge.
Auch in Deutschland setzt sich der Trend mehr und mehr durch.

Was braucht man dafür?

Entgegen dem „normalen“ baden, benötigt man beim Waldbaden kein Handtuch, sondern einfach nur die eigenen Sinne. Nach einem Waldbad fühlt man sich wie neugeboren, entspannt und kann Probleme besser lösen.

Woher kommt die Idee?

Waldbaden hat eine lange Tradition. Ursprünglich kommt die Idee aus Japan. Diese fernöstliche Tradition nennt sich: „Shinrin-yoku“ und bedeutet „Wald(luft)bad.“ Das japanische Landwirtschaftsministerium hat das Waldbaden schon Anfang der achtziger Jahre eingeführt und hat damals ein millionenschweres Forschungsprogramm gefördert, um die medizinische Wirkung des Waldbadens nachzuweisen und dafür zu sorgen, dass die Menschen wieder mehr in die Natur gehen. Mittlerweile bieten japanische Universitäten eine fachärztliche Spezialisierung in „Waldmedizin“ an. Bis zu fünf Millionen Japaner nutzen jedes Jahr die angelegten Wege des Nationalen Erholungswaldes von Akasawa.

Waldbaden als Heilmittel bei Anspannung und Stress

Schon eine Stunde im Wald kann helfen, Anspannungen im Körper zu lösen, zur Ruhe zu kommen und den Stress abbauen. Medizinische Tests haben ergeben, dass hierfür sog. Phytonzide verantwortlich sind. Das sind flüchtige organische Verbindungen, die Pflanzen ausströmen, um Bakterien, Pilze und Insekten abzuwehren. Beim Einatmen lösen die beim Menschen ein Gefühl der Ruhe aus und senken den Blutdruck. Außerdem wird das Stresshormon Cortisol verringert. 

Waldbaden auch in Deutschland

Im Ostseebad Heringsdorf auf Usedom ist gerade der "erste europäische Kur- und Heilwald" entstanden. Das 180 Hektar große Gelände gilt als Vorbild für einen "Heilwald" in Bad Doberan bei Rostock und für andere Gemeinden im wald- und wasserreichen Mecklenburg-Vorpommern.
Das Immanuel-Krankenhaus, das zur Charité gehört, plant einen Waldbadepfad direkt am Berliner Wannsee. Außerdem hat die Landesgartenschau im Teutoburger Wald von Bad Iburg Waldbaden in ihr tägliches Veranstaltungsprogramm aufgenommen.

Im Interview Waldbademeisterin Annette Bernjus

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