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Wie viele Erfindungen gab es 2020?

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Vielfach wurde darüber gesprochen, dass das vergangene Jahr viele Menschen zu kleinen Daniel Düsentriebs hat werden lassen...aber ist das auch wirklich so? Wir haben nachgefragt, beim Deutschen Patent- und Markenamt.
Der Schutz des geistigen Eigentums; das ist der gesetzliche Auftrag des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA). „Wir haben immer viele Anmeldungen im internationalen Vergleich, weil Deutschland ein sehr wichtiger Innovationsstandort ist“, so Til Huber, der Pressesprecher des DPMA. Die Daten für das vergangene Jahr werden gerade ausgewertet, aber bestimmte Trends sind schon jetzt erkennbar.

Allgemeiner Rückgang an Anmeldungen

Insgesamt ist die Zahl der Patentanmeldungen aus dem vergangen Jahr rückläufig, das zeichnet sich bereits ab. Der Grund ist, dass 95% der Anmeldungen aus den Entwicklungsabteilungen großer Unternehmen oder Forschungseinrichtungen kommen. „Ich denke, dass es in den Unternehmen zunächst mal Probleme und neue Herausforderungen gab (…), sodass andere Dinge im Vordergrund standen, als Patente oder Innovationen anzumelden“, so die Einschätzung von Huber. 5% der Anmeldungen kommen von Privatanmeldern, also freien Erfindern.

Leichter Anstieg in einzelnen Bereichen

Im Gegensatz zum Gesamttrend gab es aber in Einzelbereichen auch steigende Anmeldezahlen: „Das betrifft vor allem den Bereich der Medizintechnik, aber auch den Bereich ‚sonstige Konsumgüter‘. Darunter fallen beispielsweise Alltagsmasken, Schutzkleidung etc. und da haben wir teilweise einen deutlichen Zuwachs beobachtet. Die Anmeldungen haben sich hier verfünffacht“, sagt Huber. Aber auch die Markenanmeldungen sind gestiegen, gerade im Bereich der Bekleidung. „Da kann man davon ausgehen, dass sich Privatanbieter stärker engagiert haben und vielleicht auch an neuen Geschäftsideen gefeilt haben“, so Huber. „Da waren sie tatsächlich kreativer, als im vergangenen Jahr!“

Patentanmeldung

Was beachtet werden sollte: Die Zahl der Anmeldungen im Patentamt sind aber nicht unbedingt ausschlaggebend dafür, wie viel Ideenreichtum im letzten Jahr vorhanden war, denn: Die Anmeldung eines Patentes kann gerade für Privatmenschen einen nicht unerheblichen Aufwand bedeuten. Huber bestätigt, dass dies schon ein komplexer Vorgang sein kann, betont aber, dass es dafür Informationen, Hilfs- und Beratungsangebote des DPMA gibt. Sinnvoll ist eine solche Anmeldung aber in jedem Fall, denn: „Man ist dann davor geschützt, dass Konkurrenten meine Erfindung oder Neuentwicklung kopieren bzw. auch verwenden. Ich habe mit einem Patent 20 Jahre lang ein exklusives Vermarktungsrecht – aus unserer Sicht zahlt sich das in der Regel aus.“

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(L. Bothor)
   

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