Komische Oper engagiert Serebrennikow

komische-oper-engagiert-serebrennikow © Youtube / ARD
Der gerade aus dem Hausarrest entlassene Kirill Serebrennikow soll an der Komischen Oper Berlin inszenieren.

Erste Engagements in der Freiheit

Der russische Opern-, Theater- und Filmregisseur Kirill Serebrennikow wurde in dieser Woche erst von seinem Hausarrest freigesprochen, unter dem er seit anderthalb Jahren stand. Er darf nun seine 33-Quadratmeter-Wohnung wieder verlassen, aus der Stadt Moskau darf er allerdings nur mit Genehmigung der Polizei reisen.

Am gleichen Tag Serebrennikows Entlassung soll die Komische Oper Berlin auf den Regisseur zugekommen sein und ihm sein erstes Engagment nach der Zeit seines Arrests angeboten haben.

Strawinsky in Berlin

Serebrennikow soll in der nächsten Saison der Komischen Oper Berlin Igor Strawinskys Oper „The Rake´s Progress“ inszenieren. Es würde nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Serebrennkow und der Komischen Oper Berlin sein, dort inszenierte der 49-Jährige unter anderem bereits die Rossini-Oper „Der Barbier von Sevilla“. Zum Intendanten der Oper, Barrie Kosky, hat Serebrennikow ein gutes Verhältnis. „Er gehört zur Familie“ zitiert die Berliner Morgenpost den Intendanten. Er äußerte sich auch zuversichtlich, dass Serebrennikow ausreisen dürfe.



Anklage besteht weiter

Grund für den Hausarrest des Regisseurs war der Vorwurf der russischen Regierung, Serebrennikow habe zwischen den Jahren 2011 und 2014 in Millionenhöhe staatliche Fördergelder veruntreut. Sein Hausarrest wurde in der vergangenen Woche auf Antrag der Staatsanwaltschaft bis zum 3. Juli 2019 verlängert, umso überraschender kommt nun seine Entlassung. Dennoch wird der Prozess gegen Serebrennikow fortgeführt, im Falle einer Verurteilung drohen dem Regisseur zehn Jahre Haft.

 

 

   

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