Komponisten in Zeiten Coronas

Ausgangsbeschränkungen&Co für unsere Klassikstars

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Wie hätte eigentlich ein Wolfgang Amadeus Mozart so eine Zeit der Quarantäne und des Kontaktverbots verbracht? Oder ein Ludwig van Beethoven? Wer hätte profitiert, wer gelitten?
Auch wenn es wieder Lockerungen gibt: Diese Zeiten sind eine absolute Herausforderung für alle von uns. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch psychisch. Wir haben uns gefragt: Wie eigentlich die Komponisten Anno dazumal mit so einer Corona Krise umgegangen wären. 

Wolfgang Amadeus Mozart:

Wäre gar nicht so einfach für ihn gewesen, nachdem er fast sein ganzes Leben auf Reisen verbrachte. Insgesamt- um es genau zu sagen - 10 Jahre, zwei Monate und acht Tage! Am Klavier hätte er trotz Corona natürlich immer noch sitzen können, aber solchen Leidenschaften wie Billard spielen nachgehen dann wohl eher nicht.

Ludwig van Beethoven:

#stayhome wäre auch für einen Herrn Beethoven schwer geworden. Denn der konnte sich ja nicht mal entscheiden, wo eigentlich sein „home“ ist. Er war ein launischer Mensch, dessen innere Unruhe sich auch in einem unsteten äußeren Leben niederschlug. Ungefähr alle 6 Monate ist er umzogen, insgesamt rund 80 Mal, kurzfristige Aufenthalte in Gasthäusern gar nicht eingerechnet. Einfach mal nur zu Hause sitzen und dort auch bleiben? Kaum vorstellbar für ihn!

Franz Schubert:

Kein Mensch der Öffentlichkeit, aber wohl einer, der sich gerne mit Freunden getroffen hat. So eine Quarantäne hätte ihn glatt in Depressionen gestürzt. Zu gerne traf er sich mit seinen Freunden im Wirtshaus oder stellte seine neuesten Stücke seinen Freunden bei Hauskonzerten, den sogenannten Schubertiaden vor.

Gustav Mahler:

Also Gustav Mahler hätte über die Ausgangsbeschränkungen definitiv gemeckert. Er hat insgesamt gerne seinen Unmut Kund getan. Und wo hätte er wohnen sollen? Durch seine vielen Reisen hatte er gar kein richtiges zu Hause, schlief oft im Hotel. Andererseits hätte ihm die Ruhe, die Corona jetzt vielen bringt auch gut getan. Er hasste Lärm, schottete sich gerne mal ab, komponierte zurückgezogen in seinem Komponierhäuschen am Wörthersee.
Und auch seinem geliebten Sport hätte er mit seinen Hobbies Wandern und Fahrradfahren trotz Corona nachgehen können.

Joseph Haydn:

Ihn hätte man in Corona Zeiten gerne als Freund gehabt. Joseph Haydn hätte sicher für seine älteren Nachbarn eingekauft und seine Freunde in der Krise bei Laune gehalten, vielleicht ab und zu lustige Videos geschickt und uns alle so ein bisschen abgelenkt. Denn er soll ein liebenswürdiger und geselliger Mensch gewesen sein, der mit sich und der Welt im Reinen war. Er galt als gutherzig, großzügig und optimistisch, und war überall beliebt für seinen recht derben, auch häufig in seinen Kompositionen zum Ausdruck kommenden Humor.

Georg Friedrich Händel:

Ja, was soll man zu Händel sagen… Über ihn als Mensch ist nicht allzu viel überliefert. Nur so viel wissen wir: Seine Musiker hätten wohl nichts gegen eine kleine Händel-Pause gehabt. Einfach durchschnaufen im Homeoffice. Er muss ja ein unglaublicher Choleriker gewesen sein. Da kursieren Geschichten, wie er eine widerspenstige Operndiva mal kurz aus dem Fenster gehalten oder einen Orchestermusiker mit der großen Pauke beworfen haben soll.
Mit Ausgangsbeschränkungen hätte er insofern weniger Probleme gehabt, als dass er sich seinen geliebten Portwein sowieso hat liefern lassen – in Chargen von duzenden Gallonen. Nur das Essen gehen, das hätte ihm gefehlt. Er war nämlich ein echter Genussmensch.

Antonin Dvorak:

Keinen Kontakt zur Familie? Das wäre Antonin Dvorak schwer gefallen. Er war ein absoluter Familienmensch. Aber seiner Liebe zur Natur hätte er trotz Corona nachgehen können. Im Garten, beim Spazieren gehen oder in seiner eigenen Taubenzüchterei. Was ihm allerdings schwer gefallen wäre: auf Gottesdienste zu verzichten. Er war ein äußerst gläubiger Mensch und unterschrieb fast jedes Manuskript mit Gott sei's gedankt.

Peter Tschaikowsky:

Er hätte die Quarantäne ganz gut überstanden. Er hasste große Menschenmassen, großen Trubel und zog sich gerne zurück. Große Gesellschaften mied er sowieso. Er traute sich auch erst 1887 selbst als Dirigent aufzutreten. Er war schüchtern, hatte Lampenfieber und wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er sich in der Öffentlichkeit sowieso kaum blicken lassen.


Wie es sich anfühlt, in einem fremden Land die Isolation zu erleben, hat Kollegin Anna Baumgart beschrieben.
Der eine mochte Ruhe, der andere Menschen um sich herum - das sind die besten Tipps für Beziehungen in Zeiten Coronas.
Die Natur ist etwas, das uns in Zeiten Coronas unglaublich viel gibt. Das sind die besten Tipps, Natur trotz Ausgangsbeschränkungen zu erleben.
Und die Natur hat schon unglaublich viele Komponisten zu ihren Werken inspiriert!
 

 

   

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