Mario Adorf wird 90

Ein Blick auf das Leben des Schauspielers

mario-adorf-wird-90 © Siebbi
Wollte man zynisch sein, könnte man sagen, dass die Karriere von Mario Adorf im Dunkeln begann. „Nachts, wenn der Teufel kam“, so lautete der Film mit dem der Schauspieler seinen Durchbruch landete – und das vor über einem halben Jahrhundert.
Dem 1930 in Zürich geborenen Charakterdarsteller haftete dann in den nächsten Jahren die Rolle des Schurken an. Egal ob als Bösewicht „Santer“ in „Winnetou 1. Teil“, oder als Diktator in „Die Ermordung Matteottis“ – Adorf war lange Zeit der Ganove, und trotzdem ist er heute allseits beliebt.

Einsatz auf und abseits der Bühne

Auf die Bremse zu treten, war noch nie das Ding von Mario Adorf. Darum ist Karriererückblick der falsche Begriff. Der Schauspieler lässt sich vom Alter nicht abhängen und ist immer noch aktiv, auch abseits der Kamera.

1999 arbeitete er für eine Udo Jürgens-Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern zusammen. Vier Jahre später gründete er die Deutsche Filmakademie mit (an seinem 73. Geburtstag) und seit 2009 engagiert sich der vielseitig interessierte Künstler als ehrenamtlicher Botschafter für Hörgeschädigte.

Engagement vor der Kamera

Doch auch vor der Kamera war Adorf stets ein engagierter Künstler. Über 200 Filme verzeichnet die Internet Movie Database, an denen Adorf mitwirkte, die Dunkelziffer liegt aber vermutlich wesentlich höher – alle Theaterauftritte und Hörbücher miteingerechnet. Zu seinen berühmtesten Filmauftritten zählt wohl unter anderem auch seine Rolle als Alfred Matzerath in „Die Blechtrommel“ aus dem Jahr 1979.

2019 dann der Paukenschlag: Der Künstler kündigt seine Abschiedstournee an und steht offiziell zum letzten Mal auf der Bühne. Doch ganz kann es Adorf nicht lassen. Pünktlich zum Geburtstag kommt ein Dokumentarfilm in die Kinos. Der Titel: „Es hätte schlimmer kommen können“.

Zufrieden bis ins hohe Alter

Die Karriere des Mario Adorf spannt einen Bogen über mehr als ein halbes Jahrhundert deutsche und internationale Filmgeschichte. Am Anfang des Bogens stand seine Ausbildung an den Münchner Kammerspielen Anfang der 1950er Jahre, am anderen Ende sein 90. Geburtstag heute. In einem seiner jüngsten Interviews sagte er, er sei mit seinem Leben „[…] im Ganzen zufrieden.“ (t-online). Dazu hat er auch Grund genug.

(A. Greif)
   

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