Mehr Tickets als geplant: in 18 Minuten ausverkauft

Bayerische Staatsoper über ihr Pilotprojekt

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Nicht einmal 20 Minuten, dann waren sie weg – die 300 zusätzlichen Karten, die die Bayerische Staatsoper für ihre Premiere in den Ring geworfen hatte.

Premiere mit 300 Zuschauern mehr

...eine ganz besondere Premiere hat es diese Woche in der Bayerischen Staatsoper in München gegeben: denn erstmals war das Publikum nicht auf 200 Menschen reduziert - ganze 500 Zuschauer waren zur Vorstellung zugelassen: dabei handelt es sich um ein vierwöchiges Pilotprojekt - mit Zustimmung des bayerischen Kunst- und Gesundheitsministeriums. 

Eine gemeinsame Entscheidung

"Tatsächlich ist unser Intendant Nikolaus Bachler, jemand, der seit Juni die sehr strengen Richtlinien, gerade für die bayerischen Theater immer wieder kritisiert hat. (...) wir sind mit dem Ministerium allerdings natürlich fast täglich in Kontakt und es war eine gemeinsame Entscheidung, dass wir hier ein Signal setzen müssen und dieses Projekt starten können", erklärt Christoph Koch, der Leiter der Pressestelle.

Wochenlange Vorbereitung 

Da die Bayerische Staatsoper seit Wochen verschiedene Szenarien durchgespielt hat, darunter auch mit einer größeren Anzahl an Zuschauern, war es möglich, innerhalb kürzester Zeit einen Saalplan zu erstellen, der sowohl die Abstände einhält, als auch 500 Personen Platz bietet. Es herrscht natürlich Maskenpflicht, die Abstandspflicht von 1,50 Meter, zudem werden die 500 Besucher aufgeteilt und sowohl über Vorder- als auch Hintereingang ins Haus gelassen. "Wir hatten schon vor der Erhöhung ein sehr ausgefeiltes Sicherheitskonzept mit Vorsichtsmaßnahmen, das wir dann tatsächlich nur noch minimal anpassen mussten", unterstreicht Christoph Koch.

Die Schlange vor dem Haus geht um das Haus

Und so war es möglich, dass am Dienstag zur Premiere des Opernprojektes "7 Death of Maria Callas" am Tag der Aufführung noch einmal 300 zusätzliche Karten in Umlauf gebracht werden konnten. Die Resonanz darauf war riesig: "Es gab einen Ansturm auf die Plätze, die zusätzlichen Karten waren innerhalb von 18 Minuten ausverkauft. Der Vorverkauf für den restlichen September läuft gerade und die Schlange vor dem Haus geht einmal um das Haus. Man kann also sagen, die Nachfrage ist da", so der Leiter der Pressestelle.

Vier Wochen und dann?

Bleibt die Frage, was nach den vier Wochen geschieht. Natürlich hofft die Bayerische Staatsoper in München darauf, dass die Testphase erfolgreich abgeschlossen wird und eine weitere Erhöhung der Besucherzahl nach sich zieht. Große Vorbild dabei sind die Salzburger Festspiele: " In Salzburg bei den Festspielen hat das ja wunderbar funktioniert, da waren die Häuser halbvoll. Wir haben uns in unserem Sicherheitskonzept an den Kollegen in Salzburg orientiert, deshalb sind wir frohen Mutes, dass es bei uns auch so gut klappt."


Die Deutsche Orchestervereinigung fordert noch mehr und meint: "Jeder zweite Platz könnte besetzt sein". 

Ein volles Haus könnte auch das Konzept der Oper Chemnitz möglich machen - mit einem virenfreien Konzertsaal

Eine Bilanz des großen Vorbildes, der Salzburger Festspiele. 

(K.Jäger)

   

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