Memory mit Tönen statt mit Bildern

Spielerisch Beethoven & Co entdecken

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20 Holzquadrate und ein Smartphone: mehr braucht man nicht, um Klang² spielen zu können. Statt Bildern werden hier Töne zugeordnet.

Inspiration: Handyklingelton

Die Idee zu dem außergewöhnlichen Spiel wurde dabei schon vor ca. 20 Jahren geboren. Damals studierte einer der Gründer, Sebastian Oberlin aus Freising, Geigenbau in Mailand. Als er einmal in der Straßenbahn fuhr, ertönte ein Handy - in der damals üblichen quäkigen Tonlage und spielte Mozarts 40. Sinfonie in G-Moll. "Da horchte ich auf und dachte: 'das ist komisch, dass das jetzt als Handyklingelton kommt und ob die Person überhaupt weiß, was da gespielt wird'", erzählt Sebastian Oberlin. Dadurch kam ihm die Idee, dass es schön wäre, ein Spiel zu kreieren, bei dem man Melodien von Stücken hört und diese dann Komponisten zuordnet.

Idee schlummert 20 Jahre 

Doch er brauchte einen langen Atem - denn die Umsetzung seiner Idee ließ auf sich warten. Zwar kontaktierte er zahlreiche Programmierer und Elektro-Ingenieuren, doch keiner konnte mit seiner Idee etwas anfangen. Erst 20 Jahre später, als er beim Musizieren auf Medienkünstler Adrian Rennertz trifft, nimmt der Traum Gestalt an. 

Von der Holzbox zum Smartphone

Der erste Bruttotyp bestand noch aus einer Holzbox mit Elektrotechnik, doch dann kam Adrian Rennertz die Idee, das Ganze mit dem Smartphone zu kombinieren. "In den Holzplättchen ist ein Microchip, ein sogenannter NFC-Tag. Der hat auch keine Batterie, er bezieht seinen Strom über seine Antenne.  Das bedeutet, man kann ihn an ein Smartphone oder ein anderes Gerät halten, das auch eine NFC Antenne hat und er wird davon aktiviert und gibt seine Informationen preis", erklärt Adrian Rennertz.

Display nach unten

Wichtig ist den beiden, dass das Smartphone im Spiel ist und nicht das Spiel auf dem Smartphone. Deshalb wird bei der Ursprungsvariante auch das Smartphone mit dem Display nach unten auf den Tisch gelegt. Allerdings erscheinen auch immer Zusatzinformationen zu Komponist und Stück auf dem Display, wenn ein Stück gefunden wurde. So entstehen weitere Spielvarianten, so dass man bspw. nicht mehr nur die zwei passenden Teile eines Stückes finden, sondern auch den Komponisten dazu erkennen muss.

Endlose Spielvariationen

Zudem gibt es weitere Varianten von Klang² wie mit Tierstimmen, Städten oder auch eine weitere Musische, bei der man Töne zu einer Tonleiter kombinieren muss. Das Ganze macht nicht nur Spaß, man lernt auch etwas dabei und findet - bei der klassischen Variante- auch spielerisch einen Bezug zur Klassik.

Klang² begeistert für Klassik

Das beste Beispiel dafür ist Adrian Rennertz, der zuvor keinen Bezug zur Klassik hatte. Doch beim Entwickeln des Spiels haben die beiden Gründer das Ganze so oft durchgespielt, dass auch der Medienkünstler irgendwann infiziert war - und bei einem gemeinsamen Berlinbesuch mit Sebastian Oberlin in die Philharmonie ging: "Ich war total beeindruckt und ich habe mich total gefreut, den Zugang zu dieser Musikform überhaupt mal zu finden. Das war einfach der Hammer und Klang² hat mich da irgendwie schon hingeführt."

(K.Jäger)


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