"Mich erfüllt diese 9. Sinfonie immer noch und immer wieder neu"

Kanzlerin Angela Merkel in ihrer Pressekonferenz über die Bedeutung der Europahymne

mich-erfüllt-diese-9-sinfonie-immer-noch-und-immer-wieder-neu © Bundesregierung / Bergmann
Sie ist jedes Jahr in Bayreuth bei den Festspielen und ein ausgewiesener Klassik-Fan; Bundeskanzlerin Angela Merkel machte in ihrer Pressekonferenz vom 08. Juli 2020 einmal mehr die Bedeutung von Beethovens neunter Sinfonie, der Europahymne klar.
In ihrer Pressekonferenz in Brüssel stellte die Bundeskanzlerin die Schwerpunkte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft vor - in ihrer ersten Auslandsreise seit Beginn der Corona-Pandemie. Sie betonte vor allem den Zusammenhalt und die Bedeutung von Grundrechten in der Europäischen Union: Menschen- und Bürgerrechte seien Europas wertvollstes Gut. Dabei gedachte sie Ludwig van Beethoven, dem Komponisten der Europahymne.

Merkel schließt Rede mit Gedanken an Beethoven

"Lassen Sie mich mit einem persönlichen Gedanken schließen. Ich bin Musikliebhaberin. So ist es mir eine große Freude, dass in unserer Ratspräsidentschaft ein ganz besonderer Jahrestag liegt. Im Dezember 2020 wäre der Komponist der Europahymne, Ludwig van Beethoven, 250 Jahre alt geworden. Mich erfüllt diese 9. Sinfonie immer noch und immer wieder neu.

Bei jedem Hören entdecke ich in der Musik etwas anderes, das mich trifft und beeindruckt, so wie Europa auch. Es lässt sich immer wieder neu entdecken. Und es beeindruckt mich immer noch.

So lassen Sie mich heute mit dem Wunsch enden, dass die Botschaft dieser Musik, die Idee der Brüderlichkeit und Eintracht, uns in Europa leiten möge. Welche Botschaft könnte passender sein als die, dass dieses Europa zu Großem fähig ist, wenn wir einander beistehen und zusammenhalten?!"

- Angela Merkel, 08.07.2020 in Brüssel

Klimaschutz und Solidarität

In ihrer Rede betonte sie außerdem die Bedeutung Europas beim Klimaschutz. Eine globale Lösung des Klimawandels sei nur möglich, wenn Europa eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehme.

Zudem schlug sie einen europäischen Aufbaufonds mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron über 500 Milliarden Euro vor, denn europäsiche Solidarität sei eine nachhaltige Investition und Finanzfragen sollten noch diesen Sommer geklärt werden.

Merkel solidarisch mit Kulturbranche

Angela Merkel zeigte bereits im Mai ihre Solidarität mit der Kulturbranche. In einer Videokonferenz sagte sie: "Ich weiß, was wir alles vermissen und wie viele Bürgerinnen und Bürger darauf warten, endlich wieder live Ihre kulturellen Angebote erleben zu können."
Damals sicherte sie Künstlerinnen und Künstlern in der Corona-Krise die Unterstützung der Bundesregierung zu.

(A. Baumgart)
   

Unser Service

Für die besten Hörer in Deutschland

Musik der Extraklasse

Finden Sie im Klassik Radio Shop

Newsletter

Wir halten Sie auf dem laufenden mit unserem Premium Newsletter

Social Media

folgen Sie uns

Die PLaylist

Was lief wann?