Michel Legrand gestorben

michel-legrand-gestorben © Wikipedia / John Turner, Flickr, Pymouss
Im Alter von 86 Jahren stirbt Filmmusiklegende und Jazzpianist Michel Legrand in Paris.

Den Tod bestätigte Michel Legrands Management. Legrand sei am Samstag in seiner Heimat Paris im Beisein seiner Angehörigen verstorben, die Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.

Eine große Karriere

Michel Legrand, der als Neunjähriger mit einer Sondergenehmigung unter Nadia Boulanger am Pariser Konservatorium studiert hatte, widmete sich später sowohl dem Bereich Klassik als auch Filmmusik und Jazz.

Er wurde von Maurice Chevalier entdeckt, als Legrand als Klavierbegleiter im Varieté arbeitete. Später reiste er an der Seite Chevaliers als dessen Pianist um die ganze Welt.  



In seiner Karriere, die sich über sechs Jahrzehnte spann, arbeitete Michel Legrand auf der Bühne, für die Leinwand und im Studio mit Musikgrößen wie Édith Piaf, Liza Minelli, Django Reinhardt, Miles Davis, Barbra Streisand oder Kiri Te Kanawa zusammen.

Oscarpreisträger

Für seine Musik wurde Legrand dreifach mit dem Oscar ausgezeichnet. Für „The Windmills of Your Mind“ aus dem Film „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ wurde er 1968 in der Kategorie „Bester Filmsong“ geehrt. Zwei weitere Oscars für die beste Filmmusik kamen mit „Sommer einen Frühling lang“ (1971) und „Yentl“ (1983) dazu. Insgesamt wurde er 13 mal für den Oscar sowie 17 mal für den Grammy nominiert. 



Weitere Erfolge war die Musik zu Filmen wie „Die Regenschirme von Cherbourgh“ (1964) oder für die Zeichentrickserie „Es war einmal…das Leben“. Insgesamt schrieb Legrand für über 150 Filme Musik.

Legrand als Pianist

Als Pianist nahm Legrand weit über 100 Alben auf, darunter in Zusammenarbeit mit John Coltrane, Ben Webster oder Miles Davis.

Aktiv bis ins hohe Alter

Noch im vergangenen Jahr veröffentlichte Legrand Musik für einen verloren gegangenen Film Orson Welles‘, „The Other Side of the Wind“. Welles hatte den Film in den 80er Jahren nicht mehr fertigstellen können, was Netflix 2017 änderte, Legrand steuerte dazu die Musik bei.  

Sein letztes Projekt wurde die Filmmusik für den französischen Film „J’ai perdu Albert“.

Trauerbekundungen

Der französische Präsident Emmanuel Macron sprach Legrands Frau und Kindern sein Beileid aus. „Seine einzigartigen Melodien, die durch unsere Köpfe und durch die Straßen tönten, wurden zu Soundtracks unseres Lebens“ so Macron.
Unter anderem drückte auch Sänger Tony Bennett seine Trauer per Twitter aus: „Seine Musik wird alles überdauern und wir werden sie immer singen. Er war ein wundervoller Komponist und ein wundervoller Mensch, den wir vermissen werden.“

Quelle Foto:
John Turner / Flickr
   

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