Mode nachhaltig shoppen

Fair oder bio - Siegel gibt es viele, aber was bedeutet sie?

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Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema und mittlerweile wird versucht, in allen Bereichen des täglichen Lebens nachhaltig zu agieren. So auch im Bereich Fashion und Mode. Petra Winter ist Chefredakteurin des Mode-Magazins „Madame“ und verrät Klassik Radio, was es mit nachhaltiger Mode auf sich hat und woran diese zu erkennen ist.

Nachhaltigkeit überall

In allen Bereichen des täglichen Lebens hält Nachhaltigkeit Einzug. Dabei geht es sowohl um den ökologischen Gedanken, als auch um das soziale Gewissen, das bei immer mehr Menschen zum Umdenken führt. Transparente Handelswege, ressourcenschonendes Arbeiten, Recycling und faire Arbeitsbedingungen müssen dabei berücksichtigt werden. Denn es ist nicht nur in unseren eigenen Interessen, sondern auch im Interesse der zukünftigen Generationen, die begrenzten natürlichen Ressourcen nicht vollständig aufzubrauchen. Auch im Bereich Mode bekommt Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle und die Fashionbranche denkt um.

Nachhaltige Mode

Auch nachhaltige Mode ist immer wichtiger geworden und die Menschen achten zunehmend darauf, entsprechend einzukaufen, erklärt Petra Winter. Wer nachhaltig shoppen möchte, kann sich an unterschiedlichen Labels orientieren, die mittlerweile weltweit Nachhaltigkeit garantieren. Diese Labels müssen jedoch einige Kriterien beachten und einhalten, um tatsächlich als nachhaltig und ressourcenschonend zu gelten.

Kriterien für nachhaltige Mode

„Made in Europe“ ist ein wichtiges Kriterium im Bereich Nachhaltigkeit und bedeutet, dass die Produkte in Europa hergestellt werden. Dabei müssen sich die Modelabels an die Vorgaben des europäischen Arbeitsrechtes und der Umweltstandards halten. Hohe Qualitätsstandards bei der Verarbeitung und den Materialien müssen eingehalten werden. Kurze Transport- und Vertriebswege tragen zur Umwelt- und Ressourcenschonung bei.

Eco-Friendly

Textilien, die frei von Pestiziden sind, die mit einem geringen Einsatz von Chemikalien produziert werden, die CO2 freundlich sind und die beispielsweise aus biologischer Baumwolle bestehen, dürfen als „Eco-Friendly“ bezeichnet werden.

Fair und Female empowerment

Hersteller, die darauf achten, dass die Mitarbeiter fair behandelt und bezahlt werden, bekommen die Bezeichnung „Faire Mode“.

Modelabels, die sich mit der Bezeichnung „Female Inpowerment“ schmücken dürfen, sorgen dafür, dass Frauen, die in ihren Unternehmen arbeiten, fair bezahlt werden. Zusätzlich gibt es dort für die Mitarbeiterinnen Förderinitiativen im Bereich Bildung und Gesundheit. Frauenrechte sollen dadurch im Allgemeinen, vor allem in armen Ländern, mehr gestärkt werden.

Organic und recycling

Stoffe, die aus ökologischer Landwirtschaft und natürlichen Materialien, wie Bambus oder Hanf bestehen und somit recycelbar sind, werden als „Organic“ bezeichnet. Dazu gibt es bereits ein patentiertes Label das sogenannte „Econyl“. Stoffe mit diesem Label bestehen zu 100% aus recycelbarem Nylon. Modedesigner, wie beispielsweise Stella McChartney, stellen ihre Kleidung nur aus recycelbaren Materialien her und geben ein Vorbild für viele weitere Modedesigner ab.

Vegan und Handarbeit

„Vegan“ sind Kleiderprodukte oder Accessoires, die ohne Tierversuche hergestellt wurden und komplett frei von tierischen Anteilen sind.

Produkte, die aus Deutschland kommen, also „Made in Germany“ sind, ebenso wie handgearbeitete Produkte garantieren zum größten Teil auch eine nachhaltige Herstellung. Eine bessere Qualität wird garantiert und macht die Klamotten und Accessoires langlebiger.

Achtung: Green Washing!

Petra Winter warnt vor dem sogenannten „Green Washing“. Oftmals ist ein vermeintlich nachhaltiges Label hinter den Kulissen nicht das, was es verspricht. Unter Green Washing versteht man eine PR-Methode mit dem Ziel, Unternehmen ein verantwortungsbewusstes und umweltfreundliches Image zu verleihen, obwohl diese in Wahrheit gar nicht nachhaltig agieren. Da steht zum Beispiel "Baumwolle aus biologischem Anbau" auf dem Zettel, in Wahrheit ist dieser Prozentsatz aber verschwindend gering.

Auch Fake Fur, also unechter Pelz, fällt unter diesen Begriff. Obwohl für die Herstellung keine Tiere sterben, ist der Produktionsaufwand so hoch und mit vielen Chemikalien verbunden, dass hier eigentlich nicht von nachhaltig gesprochen werden kann. Besser wäre es, auf jede Art von Pelz zu verzichten. 

Der einfachste Weg: Umdenken

Bewusstsein schaffen ist der erste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, sagt Petra Winter. Der beste Weg, um nachhaltig und umweltfreundlich zu kaufen, ist reduziert einzukaufen und die gekauften Teile zu pflegen, damit man lange Freude daran hat.

Weitere Informationen über sämtliche Siegel, auch in den Bereichen Ernährung oder Haushalt, finden Sie auf siegelklarheit.de.

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