Musik aus Eis

Kaltes Eis zaubert warme Klänge

musik-aus-eis © Lia Sáile
Mit Eis kann man einiges anstellen. Iglus bauen, darauf Schlittschuhfahren oder auch Musik spielen. Der Norweger Terje Isungset spielt sogar gleich ein ganzes Konzert.
Am Wochenende startet das Ice-Music-Festival in München. Es findet nicht zum zweiten mal statt, aber die Eismusik selber, die gibt es schon seit 20 Jahren! Der Erfinder der Eismusik ist Terje Isungset, der sein erstes Eiskonzert damals in Lillehammer in Norwegen gegeben hat. 

Die Idee zur Eismusik

Auf die Idee kam Terje Isungset, als er für die Olympischen Spiele ein Konzert in einem gefrorenen Wasserfall geben sollte. Dort hat er dann diesen besonderen Klang von Eis gehört und sich gedacht, das könnte man noch ausbauen. Die künstlerische Leiterin des Festivals "Out of the box" in München Martina Taubenberger sagt, dass er diese Kunst mittlerweile über die Jahre perfektioniert hat. Er selbst ist ein bekannter Perkussionist.

Wer macht die Eisinstrumente?

Terje Isungset ist der Einzige der die Instrumente macht. Dafür hat er dieses Mal Eis aus dem Weißensee in Kernten genommen. Der Bau der Instrumente dauert ganz unterschiedlich lang. "Ein Horn schnitzt Terje Isungset ungefähr in einer halben Stunde", sagt Martina Taubenberger. Für einen Kontrabass braucht der Künstler einen ganzen Tag. Die Schlag und Streichinstrumente werden allerdings auch nur einmal geschnitzt, wo hingegen die Blasinstrumente täglich neu gemacht werden. 

Eisinstrumente 

Dieses Jahr gibt es einen Kontrabass aus Eis, eine Harfe, diverse Schlaginstrumente, Alphörner, eine Trompete aus Eis aber auch Fantasieinstrumente. "Die Instrumente selber klingen sehr warm, obwohl sie aus Eis sind", sagt Martina Taubenberger. Außerdem klingen sie sehr sphärisch. "Sie haben die Wärme von Holz und die Brillianz von Glas", sagt Taubenberger. Beim Spielen muss man übrigens aufpassen, dass der Mund nicht anfriert. Deswegen haben die Musiker auch Folien, die sie auf die Instrumente kleben können. Die größte Herausforderung ist aber natürlich, dass die Instrumente nicht schmilzen. Bei den Blasinstrumenten lässt sich das leider nicht vermeiden, weswegen sie an jedem Tag des Festivals neu geschnitzt werden. Und neben dem unfassbar beindruckenden Klang sehen die Instrumente auch noch richtig schön aus!

Termine sind:

10. Januar 2020 | 20:00 Uhr | München Hoch5

11. Januar 2020 | 15.00 Uhr | München Hoch5 (Kinderkonzert)

11. Januar 2020 | 20.00 Uhr | München Hoch5

12. Januar 2020 | 20.00 Uhr | München Hoch5

 

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