Nachhaltige Klassik

Musikalischer Umweltschutz: Orchester des Wandels

nachhaltige-klassik © Rosenberg
Das Thema Klimawandel und Umweltschutz ist brisant wie nie. Die Staatskapelle Berlin zeigt mit ihrem "Orchester des Wandels" wie Umweltschutz auch musikalisch gelingen kann.

Orchester des Wandels sorgt für nachhaltige Instrumente

Schon vor Fridays for Future und Flugscham hat die Staatskapelle Berlin erkannt, wie wichtig Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind. Deshalb hat sie bereits vor 10 Jahren das "Orchester des Wandels"gegründet. Die Musiker geben Klimakonzerte an ungewöhnlichen Orten, wie z.B. in einem Heizkraftwerk oder einer Fabrikhalle. Mit dem Erlös und aus eigenen Mitteln unterstützen sie Klimaschutz und Umweltprojekte in Madagaskar, Indien und Moldawien, wie z.B. ein Projekt für nachhaltige und faire Ebenholzwirtschaft in Madagaskar: über 200.000 Bäume hat das "Orchester des Wandels" dort bereits gepflanzt. Ebenholz wird bevorzugt für den Bau von Geigen oder anderen Saiteninstrumenten verwendet. Durch illegalen Handel, Rodung und Raubbau sind die Ebenholzwälder allerdings vom Aussterben bedroht. Durch die Initiative soll die Möglichkeit geschaffen werden, nachhaltige Instrumente zu produzieren. "Ich glaube nicht, dass es eine Lösung ist, jetzt alle Instrumente aus Carbon oder ähnlichem herzustellen", meint Markus Bruggaier, Hornist und Mitbegründer des "Orchester des Wandels". Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass diese Bäume vor Ort auch genutzt werden. Denn, wenn sie nicht genutzt werden, werden sie abgebrannt. Deshalb ist es wichtig, einen nachhaltigen Zyklus herzustellen, in dem die Menschen vor Ort einbezogen werden und auch daran verdienen.  Das ist dann wirklich Nachhaltigkeit."

Musikalischer Umweltschutz vor Ort

Es sei aber wichtig, nicht nur in ferne Länder zu schauen, sondern auch vor Ort tätig zu werden: "Mir ist aufgefallen, dass die Klassikszene sehr wenig mit der Umweltszene verbunden ist und es nur wenige Menschen gibt, die in beiden sehr aktiv sind", meint Markus Bruggaier. Deshalb sei es oft schon ein erster Schritt, sich in seiner Umgebung umzusehen und Netzwerke zu schaffen: "Einfach mal gucken, was ist los in meiner Stadt, meinem Ort. Jemanden aus einer Umweltorganisation zu kontaktieren und zu fragen: "Mensch, können wir nicht irgendetwas Gemeinsames machen". Und dann gibt es vielleicht die Möglichkeit, dass man irgendwo eine Streuobstwiese einrichtet gemeinsam und dafür spielt oder irgendein kreatives, kleines Konzert dort macht. Es muss ja nicht immer das gleiche Orchester sein." So gelingen die ersten Schritte Richtung musikalischer Umweltschutz und nachhaltige Klassik. Das "Orchester des Wandels" hat vorgemacht, wie es funktionieren kann.

Orchester des Wandels wird deutschlandweite Initiative 

Der Start ist jedoch oft schwerer als geplant - Hindernisse, wie Vorbehalte von Vorgesetzten, müssen oft erst überwunden werden. So haben sich häufig Musikerkollegen beim "Orchester des Wandels" erkundigt, was sie denn tun können oder gefragt, ob sie sich beteiligen können. Deshalb hat das Orchester des Wandels ein neues Konzept für den musikalischen Umweltschutz erstellt. In Madagaskar ist ein neues, großes Umweltprojekt geplant. An diesem können sich seit Anfang des Monats nun Orchester aus ganz Deutschland beteiligen. Denn die Initiative ist gewachsen und heißt nun "Orchester des Wandels Deutschland e.V. Neben der finanziellen Unterstützung der Initiative, soll das Netzwerk auch helfen, vor Ort Dinge umzusetzen und weiterzukommen. 


Auch viele Klassikkünstler wie Hans Zimmer oder Ludovico Einaudi engagieren sich für den Umweltschutz 

Naturklänge zum Entspannen finden Sie bei Klassik Radio Select

Auch das Orchester Utopia sorgt für Wandel bzw. Integration für Menschen mit Behinderung


(K.Jäger)
   

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