Nebenkostenabrechnungen prüfen

Mit diesen Tipps endtecken Sie Fehler ganz schnell

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Bald dürfte auch bei Ihnen die Nebenkostenabrechnung im Briefkasten liegen. Schätzungen zufolge ist aber mindestens jede zweite Abrechnung falsch! Die kleinen oder großen Fehler können ganz schön ins Gewicht fallen, deswegen loht es sich nochmals genauer hinzuschauen und die einzelnen Posten genau zu prüfen. 

Machen Sie zuerst einen groben Check:

Wenn Sie die Nebenkostenabrechnung bekommen, schauen Sie zuerst auf die folgenden Punkte
  •    Ist der Abrechnungszeitraum angegeben, und umfasst er zwölf Monate?
  •    Steht die richtige Wohnungsangabe auf der Rechnung?
  •    Ist die Gesamtsumme der Betriebskosten genannt und der Kostenanteil der eigenen Wohnung?
  •    Ist der Verteilerschlüssel angegebenen?  (Quadratmeter oder Personenzahl)
  •    Sind Vorauszahlungen enthalten?

Was dürfen Vermieter abrechnen und was nicht?

Laut Betriebskostenverordnung dürfen Vermieter folgende Posten abrechnen:
  • Die Grundsteuer
  • Antenne und TV-Kabel. Grundgebühren und Wartungskosten für die Anlage dürfen berechnet werden, Anschlussgebühren jedoch nicht.
  • Aufzug. Der Aufzug muss sich aber im gleichen Gebäudeteil wie die Wohnung eines Mieters befinden.
  • Hauswart. Sein Lohn inklusive Sozialabgaben fließt ein.
  • Stromkosten für das Licht im Fahrstuhl, im Hausflur oder Hof
  • Schornsteinfeger.
  • Gebäudereinigung. Putzt der Hausmeister, sind auch seine Personalkosten dafür abrechenbar.
  • Gartenpflege. Kosten zur Pflege von Grünanlagen sind umlagefähig.
  • Straßenreinigung und Müllabfuhr und auch den Winterdienst darf der Eigentümer abrechnen
  • Heizung. Darunter fallen Brennstoffkosten und Nebenkosten für Wartung, Betriebsstrom, die Verbrauchsabrechnung und Messgeräte.
  • Steuern und öffentliche Lasten. Die Grundsteuer darf der Vermieter umlegen, nicht aber  die Grunderwerbsteuer oder von Kommunen erhobene Straßenausbaubeiträge.
  • Versicherungen. Da geht es um Beiträge für die Wohn Gebäudeversicherung, die Grundbesitzerhaftpflicht-, die Öltank- oder Glasbruchversicherung.
  • Sonstige Kosten. Müssen im Mietvertrag konkret genannt sein. Es können etwa Ausgaben für die Reinigung einer Dachrinne sein. Anerkannt haben Gerichte auch Wartungskosten für Alarmanlagen, Feuerlöscher und für Rauchmelder.
  • Warmwasser. Zulässig sind Betriebskosten für die zentrale Wassererwärmung, Eichkosten, Reinigung und Wartung der Warmwassergeräte.
  • Wasser und Entwässerung. Wasserverbrauch nach Zählerstand plus Grundgebühr, Wartung und Kosten der Abrechnung, Entwässerungsgebühren und die Kosten für eine Entwässerungsanlage.
  • Waschkeller. Ausgaben für Strom,  Wartung und Reinigung des gemeinsamen Waschkellers samt Trockner und Bügelautomaten dürfen in die Betriebskostenabrechnung hinein.
 
Nicht abrechenbar sind

  • Akute Ungezieferbekämpfung
  • Bankgebühren
  • Instandhaltungskosten
  • Kosten für die Hausverwaltung  (bei Eigentumswohnanlagen)
  • Mietausfälle
  • Notdienstpauschalen für Schadensfälle im Sanitär- und Elektrobereich
  • Rechtsschutzversicherungen
  • Rauchmelderkauf oder -montage
  • Reparaturen 
Schauen Sie genau hin

Legen Sie sich die Betriebskostenverordnung und Abrechnungen der letzten Jahre bereit und vergleichen Sie. Dann können Sie ungewöhnliche Bewegungen gut erkennen. Falls Ihnen ein Fehler auffällt sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

Sie haben einen Fehler entdeckt?

Entdecken Sie einen Posten, der lauf Verordnung nicht umgelegt werden darf, ziehen Sie den Betrag von den Nachforderungen ab und überweisen Sie den restlichen Betrag. Sollte es ein Fehler sein, der genauere BEtrachtung erfordert, überweisen Sie trotzdem die Forderung "unter Vorbehalt". Das sollten Sie ausdrücklich dazu sagen, denn nur so können Sie eventuelle Fehler geltend machen. Sie haben insgesamt ein Jahr Zeit die unklaren Beträge mit dem Vermieter zu klären, oder sich sogar juristische Unterstützung zu holen.
   

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