Neue Händel Handschrift aufgetaucht

Händel-Haus in Halle kauft neu entdeckte Handschrift

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Georg Friedrich Händel gilt noch heute als einer der größten Komponisten. Allein mit seinem Oratorium „Messias“ begeistert er noch heute Millionen Menschen auf der Welt. Jetzt ist eine neue Fassung genau dieser Handschrift in Deutschland aufgetaucht. Seit den 20iger Jahren war sie in dem Besitz einer Privatperson und wurde jetzt der Stiftung Händel-Haus zum Kauf angeboten. Insgesamt ist sie in einem sehr guten Zustand: „Nur der Buchrücken hat ein paar Risse, die repariert werden müssten“, sagt Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung „Händel-Haus“. Sie soll von 1770 sein und ist laut Clemens Birnbaum, ein bedeutendes Dokument der Rezeptionsgeschichte Händel 'scher Musikgeschichte. Insgesamt umfasst das Werk 102 Seiten. 

Unterschiede zu anderen Händel-Handschriften

Das besondere an der Handschrift ist, dass es nicht nur eine Abschrift ins italienische ist, sondern daraus gleich ein ganz eigenes Werk entstanden ist. Zum einen wurde die Fassung sehr italienisiert und in zwei Teile umgeschrieben. Eigentlich besteht das Oratorium „Messias“ aus drei Teilen. Der erste Teil endet zudem mit dem berühmten „Halleluja Chor“, „(...) das ist bei Händel nie der Fall gewesen“, sagt Clemens Birnbaum.     







Unbekannter Autor

Wer die italienische Fassung geschrieben hat ist leider noch nicht bekannt. Es wird vermutet, dass der Sir Earl of Cooper etwas damit zu tun haben könnte. Er liebte die Künste und die Musik und lebte in Florenz. Clemens Birnbaum sagt, dass er das Verbindungsstück sein könnte, aber es fehlen noch ein paar Informationen, die jetzt mit der Zeit untersucht werden müssen.  

Echtheit der Händel Handschrift bestätigt

„Wir haben eine Abgleich genommen, mit der Kontrabass- und der Cellostimme und mit den Sätzen aus der Original Handschrift von Georg Friedrich Händel. Die befindet sich in der Bibliothek der University of Louisville. Sie stimmen zu 100 % überein. Des Weiteren wurde ein Abgleich mit dem Libretto gemacht, wo es auch Übereinstimmungen gibt. Deswegen können wir bestätigen, dass es sich um die Florentiner Aufführung handelt“, sagt Clemens Birnbaum.

Zukunft der Händel Handschrift

Als erstes soll die Händel Handschrift digitalisiert werden, um eine Aufführung planen zu können. Außerdem soll das Werk natürlich der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung gestellt werden.
Diese Handschriften wurden schon ausführlich untersucht und sind eine Zeugnis großer Liebe - Felix Mendelssohn-Bartholdys Liebesbriefe.
   

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