Neufassung Mozarts unvollendeter c-moll Messe

Mozarteum Salzburg präsentiert Neuausgabe

neufassung-mozarts-unvollendeter-c-moll-messe © Barbara Krafft / Wikipedia
Seine berühmte c-moll Messe hatte Mozart nicht vollendet. Das Mozarteum stellt nun mit dem Kasseler Bärenreiter-Verlag die Neusausgabe des Werkes vor.

Neufassung der c-moll Messe

Das Salzburger Mozarteum hat in Zusammenarbeit mit dem Kasseler Bärenreiter-Verlag eine rekonstruierte Neufassung der c-moll Messe Wolfgang Amadeus Mozarts präsentiert.

Die vom Komponisten damals ausgelassenen Teile hat Ulrich Leisinger, der wissenschaftliche Leiter der Stiftung Mozarteum, vervollständigt. Es wurden dabei keine Teile neu komponiert, sondern durch das Hinzuziehen von überlieferten Bestand der Quellen rekonstruiert.

„Ich habe instrumentiert, indem ich die fehlenden Stimmen nach bestem Wissen und Gewissen und durch Vergleich mit anderen Kompositionen ergänzt habe", so Leisinger über seine Rekonstruktion.

Auch der Chef des Musiklektorates des Kasseler Bärenreiter-Verlags, Wolfgang Thein, zeigte sich sehr zufrieden: „Man hat Gipfelwerke natürlich lieber vollständig.“

Unter anderem fertigte Leisinger Tabellen an, um zu sehen, welche Töne die zeitgenössischen historischen Musikinstrumente überhaupt spielen konnten. Zu den Quellen, die Leisinger verwendete, gehören unter anderem eine Arie aus der Mozart-Oper „Die Hochzeit des Figaro“.

Das unvollendete Werk

Mozart komponierte die Messe um 1782, vermutlich als Dankmesse für die Genesung von Constanze Weber, welche er später heiraten sollte. Einige Teile hatte Mozart jedoch beim Komponieren weggelassen, wie etwa Teile des „Credos“ und des „Agnus Dei“.

Die Messe soll 1783 in der Salzburger Peterskirche stattgefunden haben. Obwohl zu der Zeit Frauen nicht in der Kirche singen durften, soll Constanze selbst eine der Sopranstimmen bei der Uraufführung gesungen haben.

Von der Originalpartitur, die zurzeit in Berlin verwahrt wird, sind jedoch lediglich die ersten beiden Teile des katholischen Messeordinariums erhalten; das „Kyrie“ und das „Gloria“.

Aufführung in Salzurg

Die Camerata Salzburg, der Salzburger Bachchor und ein vierköpfiges Solistenensemble führte die Neufassung am 5. August auf. Die Druckfassung dieser Ausgabe will der Bärenreiter-Verlag voraussichtlich im Dezember veröffentlichen.

Mehr Klassik-News zu Mozart

Es ist ein publizistischer Meilenstein: Mit der digitalen Mozart-Edition (DIME) legt das Salzburger Mozarteum Mozarts Gesamtwerk vollständig digitalisiert vor.

Auch bei Orchestern schreitet die Digitalisierung voran, zum Beispiel beim Zürcher Kammerorchester. Dort benutzt man bereits digitale Nötenblätter.
   

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