New Yorker MET öffnet vor 135 Jahren

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Am 22. Oktober 1883 öffnet in New York ein neuer Treffpunkt für kulturelles Leben: die Metropolitan Opera, die heute zu den besten Opernhäusern der Welt zählt.

Kein Platz für Neureiche

In New York traf sich zum Ende des 19. Jahrhunderts die bessere Gesellschaft in der „Academy of Music“. Ein Opernhaus, das klein war und die Logen knapp. In diesem Club wollte man unter sich bleiben; entstammte man nicht dem „old money“, dem alten Geldadel, hatte man keine Chancen darauf, eine Aufführung in der Academy sehen zu können.

Unter den so genannten „neureichen“ Geschäftsleuten, New Yorker Millionären wie Rockefeller, Vanderbilt, Roosevelt und Morgen wird ein neues Opernhaus geplant. Gelegen zwischen der 39. und 40. Straße am Broadway wird es schließlich gebaut – die Theatergesellschaft Metropolitan Opera, die umgangssprachlich meist einfach nur „MET“ genannt wird. Eröffnet wird das Haus mit der Aufführung der Gounod-Oper „Faust“.


Foto: Sopranistin Christine Nilsson als Marguerite in Gounods „Faust"    © The Metropolitan Opera Archives 

Viele Uraufführungen

Schnell avanciert die „MET“ zu einem der weltweit führenden Opernhäuser. Giacomo Puccini lässt viele seiner Opern hier uraufführen, wie etwa „Gianni Schicchi“ oder „Suor Angelica“. Neben dem Wiener Opernhaus und der Mailänder Scala zieht sie die meisten renommierten Musiker an, herausragende Chefdirigenten, Legenden wie Gustav Mahler oder Arturo Toscanini verhelfen der Met zu ihrem Ruhm.

Arturo Toscanini

Besonders legendär ist die Ära der Met unter dem italienischen Maestro Arturo Toscanini. Zwischen 1908 und 1915 leitet er die Metropolitan Opera. Er kannte Giacomo Puccini persönlich, unter Toscanini kam es zu einigen Uraufführungen Puccinis Werke. Die Partituren kannte er allesamt auswendig, akribisch und perfektionistisch, aber auch begleitet von seinen berüchtigten Wutanfällen, spornt er das Orchester zu Höchstleistungen – mit ihm selbst als wahrer Vulkan am Pult - und macht die Met zu einer der beliebtesten Anlaufstellen für das Publikum, aber auch Sängerinnen und Sänger. Hier singen unter anderem Legenden wie Maria Callas, Nellie Melba oder Lillian Nordica.

Enrico Caruso

Was Orpheus in der griechischen Mythologie ist, war Enrico Caruso im 19. und 20. Jahrhundert – verehrt als Musikgott. Siebzehn Jahre lang singt der Jahrhunderttenor an der New Yorker MET, manchmal mit bis zu 50 Auftritten in einer Saison. Diese Jahre zählen zum Goldenen Zeitalter der Met, um die sich Geschichten ranken von Sängerkollegen (und vor allem Kolleginnen), die vor lauter Bewunderung zu singen vergessen oder Caruso auf der Bühne küssen.


Umzug ins Lincoln Center

Der heutige Standort der New Yorker MET ist ein anderer als der ursprüngliche. 1966 schließlich zog die Theatergesellschaft ins Lincoln-Center um, wo nun Platz für knapp 4000 Besucher ist und ein noch üppigere Optik des Opernhauses. Im Lincoln-Center sind noch zwölf weitere Organisationen.

   

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