Nigel Kennedy und der Brexit

nigel-kennedy-und-der-brexit © Rankin / EMI Classics
Der britische Violinist Nigel Kennedy verfasst auf Xing einen öffentlichen Brief, in dem er mit dem Brexit abrechnet.

„Es ist mir peinlich, Brite zu sein“

Bereits vor einem Monat machte der britische Violinist Nigel Kennedy seiner Verärgerung über die Brexit-Verhandlungen Luft. In einem Interview mit der in Essen erscheinenden „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ bezeichnete er den Brexit als „Brekshit“ und sagte, es sei ihm peinlich, britisch zu sein. Er fügte hinzu, sein Heimatland nach dem EU-Austritt Großbritanniens verlassen zu wollen.

„Trauerspiel für unsere Gesellschaft“

Auf dem sozialen Netzwerk Xing legt der 62-jährige Musiker nun nach. „Viele Briten wissen nicht, was sie mit ihrem Votum angerichtet haben“ schreibt Kennedy in seinem öffentlichen Brief. „Mauerbau scheint im Trend zu sein: Europa droht eine langsame Zersplitterung.“

Dabei macht er vor allem die ungleiche Verteilung von Reichtum in der Gesellschaft für das Brexit-Votum verantwortlich, wobei aber die falschen Menschen verantwortlich gemacht würden.

Kennedy überlegt nun, sein Haus in London zu verkaufen und nach Berlin zu ziehen. „Vielleicht werde ich also bald ans Brandenburger Tor klopfen und wie einst Kennedy sagen: Ick bin ein Berliner…“

Kein Rückzug für immer

Kennedy wolle aber weiterhin auch in seine Heimat Großbritannien reisen – allerdings nur, um Konzerte zu geben. „Schließlich kann ich all diese Affen ja nicht für immer allein lassen“ endet sein Brief.



Update August 2019

Mittlerweile ist der Brexit auch ein Fall für die Incorporated Society of Musicians, die offizielle Vereinigung Großbritanniens Musiker: diese richtet einen Brief an ihrem Premierminister Boris Johnson und bittet ihn zur Kasse für die Kosten eines möglichen No-Deal-Brexits. Dieser wird für die Musiker nämlich teuer.

 

 

   

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