Ring statt Bühne

Oper mal anders

ring-statt-bühne © Jörn Kipping
Eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Kombination. Das gelingt Dominik Günther in "Ring & Wrestling", das am Freitag in Hamburg in der Opera Stabile Premiere hatte.

Langeweile bei Wagners Göttern - worum geht es?

Walhalla ist abgebrannt. Wagners Götterfamilie ist obdachlos, hat nichts zu tun und besingt ihre Langeweile. Doch die Götter finden Unterschlupf in einer Sporthalle in Hamburg und treffen dort auf die Wrestler der "Rock und Wrestlinggruppe". Und da ihre Helden alle ausgedient haben, suchen die Götter nun eben in den Wrestlern ihre neuen Helden. In jeder der 5 Episoden a 60min sind sie auf der Suche und die potenziellen Kandidaten reichen vom "One-and-only-Siegfried", dem Drachen "Pinksilllar", Atomkraftwerkvertretern bis hin zu Politikern.

Wagner und Wrestling

Regisseur Dominik Günther findet, die Kombination von Wrestling mit Wagnersoper total naheliegend. Er steht seit über 15 Jahren selbst als Wrestler im Ring und hat vor einigen Jahren die Show "Rock" und Wrestling in St. Pauli ins Leben gerufen. Es geht bei dieser besonderen Wrestling Show um Gut und Böse, Intrigen, Mythologie, Politik und Sagenfiguren. Alles Aspekte, die auch Wagner in seinem sagenumwogenen Dauerbrenner "Der Ring" aufnimmt.

Regisseur im Ring

So finden sich die 4 Gottheiten von Opernsängern der Staatsoper Hamburg und Gastsolisten verkörpert, im Box Ring wieder. Das Publikum steht und hockt um den Ring herum und feuert die Sängern und Wrestler an. Wahnsinnig unterhaltsam ist der Regisseur Dominik Günther, der auf der Bühne den Ringsprecher miemt und im silbernen Glitzeranzug, Perücke und Sonnenbrille das Publikum mit der Hymne "Ring und Wrestling" zum Toben bringt.

Heidi, Wagner, Ghostbuster

In jeder der 5 Folgen der Opernovela "Ring und Wrestling" werden wagnertypische Klänge mit Stilen aus der weiten Musikwelt gepaart. Bei Folge 1 konnte man Titelmelodien vom Kultfilm Ghostbuster und dem Kinderfilm Heidi erhöhen und auch Hip-Hop-Melodien kombiniert der Komponist Leo Schmidthals ohne zu zögern. Durch die Verknüpfung erhofft sich der Komponist neue Fans für Wagnerstücker zu begeistern und den Wagnerfans auch andere Musikstile näher zu bringen. Gespielt wird der Musik-Mix von Mitgliedern des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.
Subkultur und Hochkultur verknüpfen die beiden Wagnerfans zu einem wahnsinnig spannenden, unterhaltsamen und anspruchsvollem Kulturerlebniss in der opera stabile in Hamburg. 

 

   

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