Schützender Nebel im Theatersaal?

Das Staatstheater Augsburg testet Desinfektionsnebel

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Der Zuschauerraum vernebelt, die Luft wird gereinigt, Sicherheit wird garantiert. Das könnte die Zukunft sein und vielleicht schon bald Alltag in Kultureinrichtungen aller Art.

Neue Methode in Zeiten von Corona

Corona hat die Welt verändert, und vor allem die Unterhaltungsbranche leidet unter den Schutzmaßnahmen wie einem stark reduziertem Publikum und gekürzte Fassungen der aufgeführten Stücke oder Konzerte.
Unter Hochdruck wird versucht, neue Möglichkeiten für die Kulturwelt zu finden, um bald einen möglichst normalen und sicheren Ablauf erlauben zu können.

Ein neuer Versuch ist ein Desinfektionsnebel, der ganze Räume und sogar die Luft desinfizieren und von Viren befreien soll. In Berlin wurde es schon getestet und jetzt auch in Augsburg.

„Dies könnte ein neuer Baustein sein, um die Sicherheit und den Infektionsschutz zu erhöhen und einen normalen Spielbetrieb zu ermöglichen“, erklärt der Intendant des Staatstheaters Augsburg André Bücker.

Die neue Methode

Über Ultraschall-Maschinen wurde ein Gemisch auf Grundlage von Wasserstoffperoxid in den Zuschauerraum des Theaters gebracht, um darauf hin Tests zu machen: Wie hoch ist danach die Viren- und Bakterienbelastung der Luft? Können Zuschauer nun in ein keimfreies Theater kommen?

Besonders ist auch, dass diese Methode nicht nur vor der Vorstellung reinigt sondern auch während der Vorstellung schützt. So ist es das Ziel, dass die Rückstände des Nebels in der Luft kommende Viren binden und unschädlich machen sollen. Hustet also ein Infizierter, werden die Viren - so die Theorie - nicht über die Luft an andere Besucher übertragen.
 
Die Testergebnisse werden noch erwartet, doch der Intendant ist zuversichtlich: „Gerade in diesen Zeiten, in denen Besucher von Kultureinrichtungen natürlich verunsichert sind, ist das nun eine hoch interessante Maßnahme, die den Besuchern vielleicht ein höheres Sicherheitsgefühl vermitteln kann.“

Die Hoffnung ist groß

Trotz der vielen Möglichkeiten und der großen Hoffnung sind die Maßnahmen alle noch in der Testphase. Zukünftige Besucher solcher vom Nebel gereinigten Einrichtungen müssen aber keine Angst vor schädlichen Chemikalien haben, denn: „Wir werden das natürlich nicht an Theaterbesuchern einfach so ausprobieren. Die Methode wird erst eingesetzt, wenn es wissenschaftliche Zertifizierungen gibt, die bestätigen, dass das Gemisch ungefährlich ist.“

Der wirkliche Erfolg der Nebel-Desinfektions-Methode ist noch ungewiss, aber der Kulturbranche gibt es neue Hoffnung, auf einen baldigen, sicheren Spielbetrieb, mit möglichst vielen Besuchern.

Wir haben mit Dresden und Kassel über Chancen und Herausforderungen im aktuellen Opernbetrieb gesprochen.

Auch Großbritannien stellte zur Rettung der Kultur einen Fonds zur Verfügung.

Die MET in New York bleibt zwar bis Ende Dezember geschlossen, geht aber mit ihren Aufführungen in die Welt.

(A. Kohler)
   

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