Schmidts Streamingtipps KW 45

von Cinema-Experte Florian Schmidt

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Er weiß immer, wo die besten Filme laufen - Klassik Radio Cinema-Experte Florian Schmidt. Für ihr Wochenende hat er seine Filmtipps für Sie zusammengefasst.
Seit dem 2.11. sind die Kinos in Deutschland für vier Wochen geschlossen. Das ist sehr bitter für die sowieso schon arg gebeutelte Branche. Und es ist natürlich bitter für die Filmfestivals, die in diesen Tagen hätten stattfinden sollen und die jetzt komplett ins Netz abwandern mussten, wie die Nordischen Filmtage Lübeck. Immerhin – und das freut alle Filmfans, die es sowieso nicht nach Lübeck geschafft hätten, haben wir nun alle die Möglichkeit, aus dem reichhaltigen Angebot wählen zu können.

150 Filme zum Streamen bei den Nordischen Filmtagen Lübeck

Fast 150 Filme aus den nordischen und baltischen Staaten, Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme stehen zur Auswahl. Hier mal drei Empfehlungen:

„Vor dem Orchester“ ist ein finnischer Dokumentarfilm, der der Frage auf den Grund geht, wie man eigentlich Dirigent wird. Der Film folgt drei Studierenden der renommierten Sibelius Academy in Helsinki auf ihrem nicht immer einfachen Weg zur professionellen Orchesterleitung.

Interessant ist auch der Eröffnungsfilm „Unser Mann in Amerika“ über den dänischen Botschafter Henrik Kauffmann, der eine wichtige Rolle für sein Land während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg in den USA spielte. Ganz fantastisch ist mal wieder einer der besten dänischen Schauspieler in der Hauptrolle, nämlich Ulrich Thomsen. Besonders macht den Film, dass er ein elegantes Zeitporträt ist, das in exquisiten Bildern auch das Privatleben Kaufmanns bis zu seinem tragischen Tod im Jahr 1963 zeigt und einen Menschen porträtiert, der auch in schwierigen Zeiten Haltung gezeigt und sich für die Freiheit eingesetzt hat.



Und sehr sehenswert ist auch der finnische Spielfilm „Gesellschaftsspiele“ über ein Wochenende, in dem sich acht Jugendfreunde wieder treffen und dabei alte und neue Beziehungen aufgegriffen werden oder entstehen. Ein bissger und wirklich sehr humorvoller Film, der ein selbstironisches Generationenporträt der aktuellen Thirtysomethings ist; die Film hin und hergerissen sind zwischen Liebes- bzw. Babywünschen und ihren eigenen Karriereplänen. Sehr zu empfehlen!

Insgesamt knapp 150 Filme können Sie bis zum 08.11. streamen und damit die Nordischen Filmtage Lübeck unterstützen. Und wenn Sie sich am 8.11. um 23 Uhr noch einen Film herunterladen, dann haben Sie immer noch 24 Stunden Zeit zum Anschauen. 

Netflix spendiert über 50 neue Filme und Serien

Man kennt das ja schon: jeden Monat legt Netflix ordentlich nach; im November ist das Angebot nun besonders reichhaltig und vielfältig! Über 50 neue Filme und Serien sind neu dazugekommen.

Ddarunter sind:  Christopher Nolans intelligenter Actionknaller „Inception“, „Greatest Showman“ mit Hugh Jackman oder auch „Das Streben nach Glück“ mit Will Smith. Auch die Arthaus-Anhänger kommen auf ihre Kosten – mit Michael Hanekes „Caché“ oder dem deutschen Drama „Vier Minuten“ mit Hannah Herzsprung und Monica Bleibtreu. Und wer mal wieder oder überhaupt mal Lust auf eine kultige 60er-Jahre-Serie hat, der kann sich jetzt die erste Staffel von „Raumpatrouille Orion“ anschauen bei Netflix.

Damien Chazelles "Whiplash" bei Amazon Prime

Bei Amazon Prime Video lohnt vor allem Damien Chazelles großartiger Film „Whiplash“ über einen talentierten Schlagzeug-Studenten, der von seinem Lehrer angetreben, aber immer wieder auch gedemütigt wird. Fantastisch gespielt von Miles Teller als Schüler und vor allem J.K. Simmons als sadistischer Lehrer, der dafür auch einen Oscar bekam. Wie im Fall von „La La Land“ gibt es auch im Fall von „Whiplash“ einen tollen Soundtrack von Justin Hurwitz, in diesem Fall noch wesentlich jazziger als beim Musica-Meisterwerk der Herren Chazelle/Hurwitz. 



In diesem Ausschnitt hält sich J.K. Simmons noch dezent zurück, die Wutausbrüche und Komplett-Entgleisungen gibt's dann im Film zu sehen.

"Die Brücke"-Macher mit neuer ZDF-Serie

Das ZDF hat eine neue Mini-Serie im Mediatheks-Angebot: "Schatten der Mörder – Shadowplay" führt ins Berlin des Jahres 1946 - und zeichnet ein düsteres Bild von den Menschen in der zerstörten Stadt.  Ein von Taylor Kitsch gespielter New Yorker Polizist soll in im geteilten Berlin Nina Hoss beim Aufbau einer Zivilpolizei helfen. Eine neue Serie vom Erfinder der schwedisch-dänischen Krimi-Serie „Die Brücke". Måns Mårlind hat nun „Schatten der Mörder“ erdacht, geschrieben und inszeniert.

8 Folgen, spannend und ziemlich brutal, eine Mischung aus Krimi, Kriegsdrama und Splatterfilm mit vielen deutschen und einigen internationalen Stars.

Mehr zu aktuellen Kinostarts, Streamingmöglichkeiten und Heimkino-Erscheinungen hören Sie wieder ab nächste Woche Donnerstag ab 18 Uhr in unserer "Cinemashow" oder zum Nachhören in unserer Mediathek

(F.Schmidt

 

   

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