Schwere Vorwürfe gegen Daniel Barenboim

schwere-vorwürfe-gegen-daniel-barenboim © Peter Adamik
Wer hat Angst vorm Poltergeist? Das Online-Magazin „Van“ beschreibt den Musikdirektor der Berliner Staatsoper als „launisch, unberechenbar und cholerisch“.

Erfolgsmensch Barenboim

Seit der Saison 1992/93 hat Daniel Barenboim auf Lebenszeit das Amt als Künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper inne. Im Artikel „Poltergeist. Wer hat Angst vor Daniel Barenboim?“ beschreibt das deutsche Onlinemagazin „Van“ Barenboim zwar als Kulturleuchtturm, gleichzeitig aber auch als unberechenbaren Machtmensch, der seine Mitarbeiter demütigt.

„Atmosphäre der Angst“

Für den Artikel sprachen die Autoren Hartmut Welscher und Jeffrey Arlo Brown mit zahlreichen Mitarbeitern der Berliner Staatsoper, die allerdings aus Angst vor negativen beruflichen Folgen anonym bleiben wollten.

Die Mitarbeiter berichten von Barenboims Wutausbrüchen, die teilweise auch handgreiflich wurden. So schreiben die beiden Autoren im Artikel:

„Er hat Wutanfälle bekommen, weil ein Bratscher die Augen verdrehte, weil ein Sänger sich zum falschen Zeitpunkt verbeugte, weil ein von ihm bevorzugter Stimmführer im Urlaub war. Er hat einen Musiker angeschnauzt, der sich wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht so gut konzentrieren konnte wie sonst. Er hat einen Arzt beleidigt, der einen Musiker wegen einer Magen-Darm-Grippe für zu krank befand, um aufzutreten. Zwei Mitarbeiter berichten, dass Barenboim sie wütend gepackt und geschüttelt habe.“

Überlebensgroß

Barenboim, als Kind entdeckt von Wilhelm Furtwängler, machte vor allem ab den 60er Jahren Karriere. Er leitete als Chefdirigent das Orchestre de Paris, das Chicago Symphony Orchestra und war zwischen 2006 und 2011 Hauptgastdirigent der Mailänder Scala. Im Laufe der Jahrzehnte wurde er mit zahlreichen Verdienstorden überhäuft, hat sein eigenes Plattenlabel gegründet sowie das West-Eastern Divan Orchestra oder in Berlin auch die Barenboim-Said Akademie.

Barenboims Leistungen, so schreiben die Autoren, hätten ihn in eine Sphäre katapultiert, in der ihm kaum jemand auf Augenhöhe entgegentreten könne. In dieser Position der absoluten Macht sei niemand mehr da, der dessen Missbrauch sanktionieren könne.

Intendant Schulz hält dagegen

Der Intendant der Berliner Staatsoper wird als einziger namentlich im Artikel erwähnt. Er habe von keinen Problemen mit Barenboim etwas mitbekommen.

„Problematisches Verhalten durch Daniel Barenboim, der Höchstleistungen erbringt, ist uns zu keinem Zeitpunkt bekannt geworden“, ließ er auf Anfrage der Van mitteilen.




   

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