So ist es vor Ort in Salzburg

Axel Brüggemann berichtet von den Salzburger Festspielen

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Endlich wieder Oper! - Klassikexperte Axel Brüggemann jubiliert. Er war in Salzburg und hat sich die Oper Elektra angesehen. Völlig überwältigt, und das nicht nur wegen der Oper selbst.

"Mir ist nochmal klar geworden, wie wichtig Oper sein kann"

Axel Brüggemann schwärmt nach seinem Besuch der Salzburger Festspiele:

"Um ehrlich zu sein, war das einfach der unglaubliche Hammer, ich habe das gar nicht so erwartet. Allein diese ersten Akkorde, dieses Orest Motiv, da geht’s ja gleich los in der Elektra, das ist alles ein psychologischer Rausch der Emotionen und ich hab mich irgendwann erwischt, dass ich Tränen in den Augen hatte - gar nicht wegen der Handlung oder wegen dessen, was auf der Bühne passiert ist, sondern weil ich ergriffen darüber war, dass ich endlich wieder ergriffen wurde.

Natürlich, mir war klar, dass Oper unglaublich groß ist, aber ich hab nicht mehr gewusst, wie tief Oper in uns wirkt und das war einfach unglaublich. Auch, weil alles war wie immer: Franz Welser-Möst, die Wiener Philharmoniker - alle getestet - alle in normalen Abständen, die Sänger auf der Bühne haben gerungen, geküsst, gekämpft, also das war ein Überweltigungstheater und ich kann nur sagen: mir ist nochmal klar geworden, wie wichtig und existenziell Oper sein kann."

Die Sicherheitsmaßnahmen in Salzburg sind merkbar hoch

"Man hat wirklich ein ausgeklügeltes Sicherheitsmodell dort in Salzburg. Das ist wirklich sehr professionell: wenn jemand keinen Mundschutz auf hat, während er das Haus betritt, wird er sehr freundlich aber auch sehr bestimmt von den Anweiserinnen angesprochen.

Man darf während der Aufführung den Mundschutz abnehmen, aber das macht kaum jemand, es wird auch geraten, den Mundschutz aufzulassen. Und so schaut man diese Oper mit Mundschutz an, aber eben auch miteinander kollektiv und das ist ganz toll. Ich glaube, dass dieses Sicherheitskonzept  aufgeht und das hat mir auch die Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler gesagt:

Helga Rabl-Stadler: Wir sind es gewohnt, dass man auf Salzburg der Kunst wegen aus der ganzen Welt auf uns schaut, jetzt müssen wir eben auch Sicherheitsmaßstäbe setzen, die der Welt zeigen, wie es trotz Corona geht."

Der erste Corona-Fall

"Dort in Grafenegg war bei einem Konzert der Spielfilmregisseur Robert Dornhelm zu Gast, auch bei einem späteren Empfang der Landeshauptfrau außerhalb des Festivals. Als er einige Tage später für einen Film routinemäßig getestet würde, zeigte es sich, dass er Corona positiv war und es wurde zum Präzedenzfall, der aber gezeigt hat - und dass ist das tolle daran- dass gehandelt wird.

In Österreich hatte man dann vollkommene Transparenz, man hat vom Gesundheitsamt aus jeden angesprochen, der in der Nähe von Dornhelm war, man hat jedem Tests angeboten und am Ende zum Glück noch herausgefunden, dass Dornhelm niemanden angesteckt hat. Also 100% Sicherheit gibt es natürlich nie, aber Österreich, Salzburg, Grafenegg machen vor, dass Kultur so sicher wie möglich sein kann und damit sind sie mit Sicherheit auch ein Vorbild für Deutschland."

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(A. Brüggemann/ KR Red.)
   

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