So müsste das Zuhause für Carpenters Orgel sein

Der Organist Cameron Carpenter hat uns berichtet, wie ein Raum sein müsste

so-muesste-das-zuhause-fuer-carpenters-orgel-sein © Dovile Sermokas
Organist Cameron Carpenter meldete via Instagram, dass er einen neuen Standort für seine Orgel sucht.
Er war unermüdlich: der Organist Cameron Carpenter versuchte auch während des Lockdowns, die Menschen mit Musik zu erfreuen. Mit der Orgel auf einem Laster zog er durch die Straßen Berlins und spielte zum Beispiel für Altenheime. Zudem versuchte er, weiterhin seine Crew zu beschäftigen und zu bezahlen.
Nun muss er sich zunächst von seiner Orgel verabschieden.

Carpenter verliert Aufbewahrungsort

Auf seinem Instagram-Account lässt er seine Fans wissen, dass er keine weitere Arbeit für den Rest des Jahres habe und so habe er auch den Aufbewahrungsort für seine Orgel verloren. Es sei keineswegs die Schuld der Anbieter der Räumlichkeit, diese seien sehr geduldig mit ihm gewesen, aber auch die treffe es gerade hart.

Klassik Radio-Hörer melden sich

Die Klassik Radio-Hörer stellen wieder unter Beweis, dass sie einfach die besten sind. Zahlreiche Nachrichten haben uns seit der Meldung erreicht, mit konkreten Vorschlägen und Angeboten für einen Unterbringungsort. Wir haben daraufhin Kontakt zu Carpenter aufgenommen und ihn nach den Anforderungen für eine Räumlichkeit gefragt.


So sieht normalerweise der Aufbau aus. Foto (c) Dovile Sermokas

Die Orgel ist sehr groß, lässt sich aber unterschiedlich installieren, erzählt uns Carpenter: "Wenn sie in einer Konzerthalle installiert ist, nimmt sie die ganze Bühne ein, wie z. B. in der Berliner Philharmonie. Sie muss aber nicht vollständig installiert werden, sie muss aber fähig sein, den Raum zu füllen und die Akustik zu aktivieren. Umso größer also der Raum ist, umso besser kann sich die Wirkung der Orgel entfalten."

Ein großer Raum in Berlin, in dem sie gespielt werden kann

Er selbst sucht einen Raum - unbedingt in Berlin- in dem sie bespielt werden kann: "Generell würde ich sie gerne in einem öffentlichen Gebäude sehen, wo sie auch von jungen Menschen und Orgelstudenten genutzt werden kann oder anderen jungen Musikern zu Verfügung steht, die so die Orgel kennen lernen. So könnte die Orgel dem Ort, an dem sie steht, auch einen Mehrwert bringen. Sie könnte in einer großen Lobby, Forum oder Atrium stehen. Vielleicht in einem Raum, der gerade wegen Corona nicht wie gewohnt genutzt werden kann. Vielleicht birgt die ungewöhnliche Situation eine Chance für die Orgel."

Technische Voraussetzungen gibt es natürlich auch: "Perfekt wäre, wenn man den Ort mit einem Truck anfahren kann, weil es viele Teile sind. Für die Elektrizität, die nicht so viel ist, wie man denkt, bracht man 6x 20 Amp Anschlüsse, einen 32 Amp Power Anschluss - in öffentlichen Gebäuden sind diese Voraussetzungen meist gegeben.
Ich hoffe, eine Kurzzeit-Lösung zu finden bis Anfang Januar. Wo sie gespielt werden und instand gehalten werden kann, so dass sie auch wieder bei Konzerten genutzt werden kann und auch künstlerisch etwas Gutes tut."

Carpenter bedankt sich bei den Klassik Radio-Hörern für die angebotene Unterstützung:



Die Klassik News Kompakt hören Sie täglich im Programm um 10:15 Uhr und 14:40 Uhr. Außerdem zum Nachhören in der Mediathek.

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(A. Baumgart)
   

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