Sommers Weltliteratur to go

Große Werke in neuem Gewand

sommers-weltliteratur-to-go © Michael Sommer
Ein 1-Mann-Unternehmen mit 900 Kollegen – so beschreibt sich Dramaturg und Grimme-Preis-Träger Michael Sommer selbst. Auf seinem YouTube-Kanal „Sommers Weltliteratur to go“ schafft er es, berühmte Werke der Literatur in nur 10 Minuten zusammenzufassen – und das sehr unterhaltsam mit Hilfe von Playmobilfiguren.

Wie alles begann…

Es geschah bei einer Einführungsveranstaltung zu einer Inszenierung von Georg Büchners „Dantons Tod“: Der Regisseur wollte das Stück ganz ohne Handlung auf die Bühne bringen. Doch damit das Publikum die Handlung zumindest in groben Zügen verstehen konnte, spielte Sommer das Stück einfach mit seinen Playmobilfiguren nach – und eine Idee war geboren.


Spielerische Entdeckungsreise

Seit Anfang 2015 „verplaymobilisiert“ der Dramaturg ein Werk jede Woche. Darunter finden sich neben den Klassikern wie dem „Nibelungenlied“ oder „Romeo und Julia“ auch Größen wie „Der Hobbit“ oder „Dracula“. Sommers erklärtes Ziel ist es dabei, vor allem Schülern und Studenten die Angst vor den dicken Wälzern zu nehmen und Imagewerbung für die Literatur zu betreiben – denn in seinen Augen ist sie etwas Spielerisches, bei der es sich lohnt, sich auf sie einzulassen. 

Warum Playmobil und nicht Lego?

Fast 900 Playmobilfiguren nennt Sommer sein Eigen. Einige hat er selbst gekauft, andere hat er von Fans und Freunden geschenkt bekommen. Auf die Frage, warum die Protagonisten seiner Filme ausgerechnet Playmobil- und keine Lego-Figuren sind, antwortet er: „Playmobil hat einfach die perfekte Größe für das Küchentischtheater, so wie ich es mache. Außerdem ist Playmobil eher ein Puppenspielzeug, wohingegen Lego eher ein Bauspielzeug ist. Deshalb entspricht Playmobil mehr dem Geist meiner Videos.“


Michael Sommer beim Videodreh (c) Antonia Pütz

Herzblut

Ein Lieblingsvideo hat Michael Sommer nicht. Doch natürlich steckt in jedem einzelnen seiner 260 Filmchen viel Arbeit und vor allem Hirn. Ihm liegen die kurzen Videos wie „Stolz und Vorurteil“ genauso am Herzen wie das Großprojekt der „Ilias“ von Homer. Der unangefochtene Spitzenreiter beim Publikum ist und bleibt aber das Nationaldrama „Goethes Faust“.

Volksabstimmung

Wie im letzten Jahr veranstaltet Michael Sommer auch 2018 wieder eine „Volksabstimmung“, bei der die Zuschauer aus über 100 Werken auswählen können. Die Top 15 dieser Wahl wird der Dramaturg dann im Laufe des Jahres realisieren. Auf der Homepage mwsommer.de können Sie noch bis zum 23.9.2018 ihre Wahl treffen.
   

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