Tagträumen

Mittlerweile mehr Stress als Entspannung

tagträumen
Tagträumen - Eigentlich sollten wir uns dabei entspannen und im besten Fall neue Erkenntnisse über uns, unser Leben und unsere Arbeit bekommen. Doch laut einer neuen Studie empfinden 95 % dabei eher Stress als Ruhe.
Unsere Gesellschaft ist im Wandel. In den letzten zwei Jahrzehnten allein entwickeln sich neue Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse immer schneller. Doch dieser Wandel hat auch viele Nachteile. Die Menschen arbeiten immer mehr und haben immer häufiger Probleme abzuschalten.

Lösung: Tagträumen

Die Lösung ist ganz einfach, doch wir machen es mit der Zeit immer weniger und weniger – Tagträumen. Dr. Bernd Hufnagl ist Neurobiologe und Buchautor und hat sich in seinen Studien näher mit dem Thema befasst.

Unterschied zwischen Tagträumen und träumen in der Nacht

Erst mal muss man zwischen zwei Arten von Träumen unterscheiden. In der Nacht träumen wir unbewusst und verarbeiten so Dinge, die wir am Tag erlebt haben. Tagträumen hingegen „(…) ist ein bewusster Zustand, ein Zustand des nicht zielgerichteten Denkens“, sagt Dr. Hufnagl.

Warum ist Tagträumen wichtig?

Bei Studien haben Dr. Hufnagl und sein Team herausgefunden, dass dieser Modus ein ganz entscheidender Zustand für uns ist, um Abstand zu unseren Handlungen zu gewinnen. „Dann können Sie sich ganz simple Fragen ihres Lebens stellen, wie beispielsweise Was mach ich da eigentlich den ganzen Tag? oder auch Habe ich überhaupt den richtigen Job? . Solche und andere Fragen kommen erst auf, wenn man Abstand zu seinen eigenen Handlungen hat“, sagt Dr. Hufnagl. Außerdem werden Sie davor bewahrt, dass Sie betriebsblind werden, sowohl in ihrer Familie als auch auf der Arbeit. Durch Tagträumen werden Sie zudem kreativer, bilden ihre eigene Identität und stärken ihr empathisches Empfinden. Denn durch die ständige Präsenz von Medien, schwächt unsere Empathie ab.

Wie kann ich Tagträumen?

Erst mal muss man sich selbst überprüfen. Können sie zwei bis drei Minuten ruhig sitzen und keinen Stress dabei zu empfinden. Die meisten werden merken, dass das gar nicht so einfach ist. Aber kein Problem denn Tagträumen kann man üben. Zunächst muss man das Gegenteil von Multitasking machen – Singletasking. Es gilt nur eine Aufgabe zu machen und nicht mehrere gleichzeitig. Vielleicht setzen Sie sich auch einen Moment hin und entspannen mit der schönsten Klassik. In unserer Klassik Radio Select App finden Sie unter Zeit für mich zum Beispiel Klassik zum Träumen oder auch ZEN Garden.  

Tagträumen mit Musik trainieren

Ein wunderbares Beispiel ist hier die Musik. Wenn wir Klavier oder Geige spielen, konzentrieren wir uns nur auf eine Sache. Wir wollen die Noten richtig spielen, wir wollen ein gutes Feedback bekommen. Wenn wir uns verspielen, weil wir unkonzentriert sind, hören wir das sofort. Deswegen müssen wir darauf achten uns nur auf eine Sache zu konzentrieren. ziemlich entspannt sind bestimmt auch die Fensterputzer der Elbphilharmonie in Hamburg. Da herrscht volle Konzentration bei der Arbeit - reinstes Singeltasking.  

Wann sollte ich Tagträumen?

Dr. Bernd Hufnagl sagt: „Es sollte jeder jeden Tag zwei hier, drei Minuten dort, fünf Minuten da oder in der Mittagspause 15 Minuten am Stück einfach mal nichts tun und lernen, dass das nicht ineffizient ist. Denn genau das ist der Schlüssel dafür, dass wir längerfristig Leistung bringen und uns nicht überlasten, sondern bessere Leistung bringen“. Tagträumen kann man überall, zum Beispiel auch im Garten, der jetzt im Herbst besonders farbenfroh wird. So ein Garten kann aber perfekt zum Singletasking genutzt werden. Und abends kann man dann ganz entspannt einschlafen, entscheidend hierbei die richtige Routine!

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